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?, den 26. August. ' No. 136.

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Allergnädigsten Privilegio.

Wien, vom r7. August, amstagßden l zten dieses ist der zweyfache Geburtstag, als der dritten und sieben­den König!, Prmzoßinnen und Ertzheo- Yoginnen Mariä Elisabetha, u. Mariä Carollnä König!. Hoheiten, da die erste das roste, und diezweyte das 1 rteIahr im erfreulichsten Wohl zurück geleget, zu Sckönbrunnm Gala begann gen worden. Weshalben die Herren Botschaft ter und Gesandte mit dem hohen Adel nach Schönbrunn sich begeben, um höchstgedachten König!. Hoheiten ihre Wünsche abzustatten. Diesen Nach mittag um ; Uhr sind die dahier in Garnison liegende L Battaibons nebst r Grena­diers cowpagnien des Löbl, Hungarischen In- ft'.aicrie.regimenksErtzherzog Ferdinand aus den Caftrmrum der Aister-gasse nach der sogenann­ten Vogclstange vor die Favoriten Unie marschig ret. und haben sich allda mit 4 fliegenden Fahnen nebst der Feldmusik zur Parade bestellet, wo zu- gleich auch r Escadrons des Löbl. Althanischen DraJcner-rcgimentsausMarfchirtcn, u ersagke r Batkaillons an der Frynte der Heyden Flügeln, und de/ Rucken bedeckten.. Nach Z Uhr Abends sind beede K. 5 ?. Majestäten mit den gesvmm. tenKönigl. Hoheiten daselbst emgetroffen; wo sodann der Herr Obriste Ertzherzog Ferdinand, König!. Hoheit, sich an die Front des linken Flügels stellten. Die höchsten Majestäten mit den Durch!, jungen Herrschaften- und zwar Se. Müjesi.derKayser mit den 2 Ertzherzogen Jo­seph und Leopold König!. Hoheiten, in ihren Regiments uniformen zu Pferd, Ihr» Majest. die Kayferm mit der Ertzherzogl. FrauGemahlin in einem Pirutfch, und die anderen Königl. Ho­heiten in 6 fpänmgen Wägen paßirten unter

Begleitung der zugegen gcwesnen hohen Gene­ralität und des Sta-ats-adels de in 3 Reyhen gestandene Mannschaft, in gnädigsten Augen­scheinzunehmen, folglich stellte sich der Hofan die Seite des lincken Flügels und liessen die Battaiüons vorbey paßrren, welche der Ertz­herzog Ferdinand brs an den Leib-vagen beglei­tete, und allda stehen bliebe; woraufdie Mann­schaft sich in die vorige Linie ragiret hak. Die gesammren höchsten Herrschaften habe» sich hierauf nach der Stadt erhoben, und in der Hof schaubühne nächst der Kayserl ch Königl. Burg einer musicalischcn Opera beygewohnet, die Bataillonen aber sind nach ihren Casermen marschiret. Ueberdie hierbei) erzeigteGeschick- lichkeit des noch jungen Herrn Obristen Ertzber, zogen Ferdinand Königl. Hohr,t in der Mrlikar- ttbuna, wie auch über die Schönheit der Mann­schaft, haben nicht nur d'e höchsten Majestäten ein ausnehmend-gnädigstes Wohlgefallen ver- späbren lassen, sondern sie ist auch von j dcr- mann insgemein sehr bewundert und belobet worden. Sonntag den r 4 Vormittags hat der vorwenig Tagen dahier angelangte Königliche Preußische Gesandte Freyherr von Rohd sich nach Schönbrunn begeben, und bey beyde» Kayserl. König! Majestäten Audienz gehabt.

Petersburg, vom r? In! DaIhroKayser! Maj.mttdemgröstenThtike des Hofstaats sich zu Petershof befinden, so ist es hier wieder einsam. Ihr» Majest. beliebtes, die Reife zu Wasser auf einer Jagd anzutreten, auf welcher die Kayserl. Estandarke und Wimpel wehete, welche im Vorbeypaßiren der Vestung durch eine starke Cahonadefalutiret wurde. Die Staats-Carossen undubrigeu Gefolge defllirte»