»akd in eine allgemeineFreude verkehret zu sehen. Weil wir auch jetzo so glücklich gewesen, von Lw. Königk. Hoheit selbst die huldreichste Ver­sicherung von Dero unschätzbaren Gnade und Protection zu vernehmen; als unterlasse ich und allersetts meine hier versammkere Brüder nicht, solches mit unterthanigstem Dankezu erkennen/ und zugleich unsere aufrichtige Liebe und bestän­dige Treue sowohl gegen Ihro König!. Maje- stät, als unfern Allergnädigsten Oberherrn, wie auch gegen E«. König!. Hoheit/ unfern gnä­digsten Landeöherrn, in aller Ehrfurcht auf das lebhafteste zu versichern. Wir wünschen dabey von ganzem Herzen, daß Ew. König!. Hoheit unter dem mächtigen Schutze des Allerhöchsten in beständiger Gesundheit und allem Wohlerge­hen Dero vorhabende Reise zurücklegen mögen, und werden uns besonders glücklich achten, Höchstdieselöen mit guten Verrichtungen allhier wiederum zu empfangen, und in aller Submis­ston zu Dero Füssen uns legen zu können. Fottsezung des Königlich-Pohlnis. ProMemoria, wegen des Herzogthums Curland.

Da also der König durch dieVerpstlchtungen für seine Krone und die Republik angespornet ward, und den Anfuchungen einer großmüthi- ge» Alliirten Fürstin Raum gab, imgleichen durch die billigen Bitten der Curlander gerühret war, so beriefen Se. Maj. den Senat, eben als Sie im Jahr 1737. gethanhatlen,um diese grose Angelegenheit nochmals in Ihrer Gegenwart zu untersuchen und abzumachen. Alle Stimmen, 2- bis 3 ausgenommen , ersuchten den König einstimmig, Curland und Semjgallien für va­kant zu erklären, und denKönigl. Prinzen Carl damit zu belehnen ; welches dann den Aen Ja­nuar 1759 feverlich geschähe, und zwar auf die vorige Bedingungen, die Herzogthümer von Len Schulden zu defreyen Kurz darauf bega« den sich Se. König!. Hoheit nach Petersburg/ um bey Dero Allerdurchlauchtigsten Wohlthä- term anzusuchen, daß die Sequestration aufge- hoben,und von allen Prätenstonen auf Curland abgestanden werden möchte.

Fortsetzung folgte Hannvver, vom zi. Mam

Nachdem unsere allergnädigste Königin sich «bermals schwanger befinden, so ist aus ho­hen Befehl am vevwichenen Sonntage in al­len Kirchen hiesiger Lande dafür gedankt, und Ihm SR«fc S»lMdu»r pvn VVI»

erflehet worden. Den 28ste» dieses, kam dse Frau Gemahlin, des, nach dem Wiener Hofe bestimmten Großbrittanmschen Gesandten My­lord Stormond. von Londenallhier an, und setz» te Gestern ihre Reise nach Dresden fort, woselbst fich dieselbe villeicht noch eine Zeitlang aufhält/ und alsdann nach Wien gehet. Der Lord, ihr Gemahl, wird auch täglich von Lvnden er­wartet , und alsdann nach Wien folgen. Bon dem hiesigen Hofe, werden der Herr Geheime Eammerrath, Baron von Smnderg, als Ge­sandter wieder nach Wien gehen, und dem Vernehmen nach, wird derselbe in den ersten Tagen des Iulymonats dorthin abgehen. Sei­ne Bagage ist bereits zum Theil vorausgegan­gen. Die beyden Durchlauchtigsten Prinzen, von Mecklenbmgstreiitz werden stündlich wie­der allhier erwartet.

Berlin, vom 2. Iunius.

Se. Majestät, der König haben den bey dem Fürssl. Moritz von Dessau Infanterieregimente gestandenen Regimenksquartiermeister, Herrn Voß, bey der Churmarkischen Krieges - und Domamenkammer als Krieges und Domainen- rath in Gnaden bestellet. Dieser Tagen sind Se. Durchlaucht derGenerallieutenantvonder Cavallerie, Prinz Eugenius von Würtemberg, aus Schwedt kommend, über Stvdtgardtnach dem Schkangenhaade; der Generalmajor von der Cavallerie, Herr von Kleist, aus Glogan kommend, nach feinen in der Priegnitz liegen­den Gütern; und der mRußisch-Kayserl. Dien­sten stehende Lieutenant, Herr von Merck, als Courier von Petersburg kommend, über Han­nover nach London abgegangen. Gestern ist die König! Generalprivilegrrte SchuchischeGesell­schaft deutscher Schaufpieter, aus Breslau hier angekommen.

Potsdam, vom 3. Iun.

Gestern sind Se. Majestät, der König, mit Dero Gefolge nach Dero Weftphälische Staa­ten abgegangen; wohin Hbchstdenenselben Se. Kömgl. Hoheit, der Prinz von Preussen, in Begleitung des Generalmajors von der Caval­lerie, Herrn Grafen von Bork, gefvlget sind.

Gin anders Berlin, dom 4. Iunius.

Die Königs. Akademie der schonen KüsMe und Wissenschaften, hielt am Donnerstage rhre öffentliche Zusammenkunft. Den Preiß ln der phirvsophischen Gasse erhielt der schon zur Ge- M Mch stjm Schtjstsn hsMnte hirsist^