wurde. Er übergab Sr. Maj. ein Schreiben des Allerchristlichsten Königs, worinueen der« selbe auf die kräftigste Weise sein Verlangen bezeigt, die so glücklich wieder hergestellte Freund­schaft und das gute Vernehmen zwischen beeden Nationen ohnadänderlich zu unterhalten. Seit dem har der Duc de Bedford noch ein paar mahl mit Sr. Maj. Unterredung gehabt, auch mit denen Ministern conferirt. Gestern bega­ben sich Se. Ercellenz nach dem Oberhaus, wo eine ihn und seine Famille betreffende Sache vorgieng. Sobald er einige häußl. Angelegene Herten besorgt, und Besitz von der ihm von dem König zugedachten Stelle genommen, wieder wieder nach Paris zurück gehen, und allda seine Gesandschafr zu beschlieffen. Sem Nachfolger de. Graf von Hettford steht im begriff ebenfalls dahin abzureisen. Die Höfe von Versailles,Ma- drit und London sind wrrcklich gegenwärtig ve, schäftigt zum Vortheil der Handlung der 3 Na­tionen unter sich verschiedene nützliche Einrich­tungen zu machen. Die Handlung mit Portu- gall wird auch auf einen für Engelland noch vortheilhafrern Fuß gesetzt werden Ein Theil der Flotte des Admiral Saunders ist auö dem Mittelländischen Meer znrück gekommen. Vier Kriegsschiffe von derselben sind nach Minorca geseegelt. Man macht grosse Anstalten zu dem auf den 18. dieses festge etzttn Einzug desVene- tianischen Gesandten? Vorgestern ist die Wahl der 24 neuen Directeurs der Ostindischen Com­pagnie durch das Loos vor sich gegangen. Ge­stern wurden die Stimmen untersucht, und es fand sich, daß die Meister nach der Hofliste aus­gefalle. Inzwischen ist doch dem vorigen Präsi­denten der Compagnie von der Gesellschaft we gen seiner bey dem Friedensgeschäfte geleisteten Dienste eine Dancksagung abgestattet worden, obwohlen man anfänglich den von ihm entwor­fenen Artickel angefochten. daß Unterhaus hat seine Versammlungen bis auf den 18 ausgesetzt.

Aus dem Haag vom 17. April.

Die Gesundheit und Kräfte, des Prinzen Stadthalters nehmen täglich zu, und man hoft diesen theuern Prinzen nächstens wieder öffent­lich erscheinen zu sehen. DieStaaken von Hol­land und Westfrieslanp sind bis auf den 29. dieses, da sie sich wieder versammlen werden, auseinander gegangen. Man hat geglaubt, die zwischen der Republik u. dem Churfürsten von

der Pfalz, entstandene Irrungen würden einen

Haupt-Gegenstand, derer Beraihschlagutigetr 2 hro Hochinögenden ausmachen, man vernimt aber, dag ohaerachtet der Londner Hof seine Vermittlung zu einem zu treffenden Vergleich angeboren, dennoch die Sache einigermaffen, ins Stecken gerathen seye, und es heiset, diesel­be werde nicht eher vorgenommen werden, als bls Se. Churfürst!. Durch!, zu Pfalz dieferwe- gen einen besondern ausserordentlichen Mini­ster mit der denöthigren Vollmacht zu Abthu- ung dieser Irrungen anherogesand. DieBrie- fe aus Nieder-Sachsen erwähnen sehr vieles, von einer zwischen der Rußischen Kayserin und des Königs inPreufen Majestäten zur Garan­tie der beiderseitigen Staaten geschlossen ftyn, sollenden Desinitlf Allianz, worinnen sich beede Theile einen Beystand von 4000 M. zu Pferd, und 8000 M. zu Fus, auf den Fall eines Krieg- mir dem Vorbehalt versprochen, daß wannRuß- lano mit den Türken in Krieg verfallen sollte, Preussen den zu leistenden Beystand in Geld verwandeln dürfe. Uberbas sollen sich beede Mächte verbunden haben, den Herzog Ernst Johann in Curland zu mainteniren, und im Fall einer Cr edigung des Trones in einen ge­wissen Reiche nicht zuzugeben, daß ein anderer als ein Gebohrner zu demselben gelange.

Paris, vom 18. April.

Wir Horen fast von nichts, qls von Feuers- Schaden. Den Tag als der Opern Saal in Brand geriehr, sind auch noch 3 Häuser in der Arrasser-Srrasse abgebrannt, und 3 Kinder dar­innen umgekommen. Den 12. dieses ist auch eine Feuersbrunst in den Dorf St. Marie a Py ohnweir Rethel Mazarin ausgekommen, wo die Flammen bey einen heftigen Wind in gar kur­zer Zert 27 Häuser zi Scheuern und 83 kleine Neben-Eedäu mit allen darinnen besindlichen Vorrat!) und Mobilien verzehrt, wodurch 35 Famiüen in die äusserste Armuth gerathen, das dahier abgebrannte Opernhaus, welches unstrei­tig einer der schönsten in ganz Europa gewesen, soll unverzüglrch wieder aufgebaut werden, in­zwischen werden währender Zeit die Vorstellun­gen in dem Pallast von denen Thuilleries in dem Maschinen-Saal gegeben werden. Die Directeurs der Opera sind dieser Tagen zu Ver­sailles gewesen, um die Güte Sr Maj. zu eini­gem Beystand zu erwecken. Se. Maj. haben ihnen darauf befohlen, die sämmtliche Akteurs und Actsiccs zusammen kymmen zu lassen,und