Anno 1763. Montags, den 24, Januar. N0.14.

MttRöm.Kays. Majeft. Allergnadigstm prrvüeZio.

In Frankfurt am Mayn.

Coppenhagnr, vom 4. Jan. zu Erhebung des auf alle König!. Unter- thanen, so.übcr 12 Jahr alt sind, geetzten Kopfgeldes ungeordnete Kon. Comißion tzersiehet ihr Amt mir einer solchen Masigung und GetMdigkeit, daß niemand sich deswegen im geringsten zu beschweren hat, zumalen da diese Auflage an und vor sich selbst ungemein leidlich eingerichtet, und man überdis versichert, daß ein guter Gebrauch davon gemacht wird, indem siezuTilgung der neulich gemachrenCron- schulden angewendet werden sott. Wann die Sache völlig im Gang, so dürften nach Abzug aller Unkosten jährlich auf anderthalb Millionen Thülcr auf diese A t einkommen. Der Feld marschall Graf von St Germain befindet sich seit den letzten Tagen des vorigen Jahres wie­der allbier, und alle im Hollsteinischen in Can- tvnnirungs Quartieren gelegeneDänischeTrup- pen ha^en'Befehl erhalten, ihre «ngewiejene Be­satzungen m beziehen. Vor einigen Tagen sind alle die aufder Kövigt.Flotre angestellle Matro­sen, bis auf 4000, die beständig in den hiesigen Laserncn liegen, ihrer Dienste entlassen wor­den, mir Vorbehalt, daß, odwohren ihnen son­sten in auswärtige Dienste m gehen nickt ver­wehrtwird, sie sich auf desfalls ergehenden Kd- moil Befehl und ihnen crtheiit werdende Nach­richt sich wiedereinfinden sollen. In Gefolg des von Sr. Kömgl. Majestät bloß der Rußischen Käuferin zugefuilen gefafTereti Entschlusses von der Mir Vormundschaft und Verwaltung der Domainen des jungen Großberjogs in den Hol­steinischen Landen abzustehen, haben Se. Ma­jestät subdelegirte Befehl erhalte«- sich von Kiel

wegzubegebcn. Man weiß aber noch nicht, sh es vor oder nach Ankunft des Herzog Georgs v. Holstern Gottorp geschehen werde. Mit der Stadt Lübeck, sowol* als dem Herzogen von Mecklenburg Schwerin ist wegen der im mi* gen Sommer durch den Marsch und Lager un- fever Truppen entstandenen Forderungen abge­rechnet, und alles berichtiget. Se. Majestät haben bey dieser Gelegenheit besondere Proderr Ihrer K'onigl. Billigkeits Liebe und Masigung blicken lassen. Es ist eine Königl. Verordnung heraus gekommen, wodurch alle mögliche Vor­sicht angewendet und denen Unterthanen an^ befohlen wird, zu verhüten, damit die sichst«- unfern Landen geäusserte und fortdaurende Seuche unter Um Hornvieh nicht weiter um ssch greiffe. Die Wuth dieser Seuche ist ss- stark, daß in der Insu! Seeland, in Gütland und Fütms» bereits über 40000 Stück Vieh da» von.gefallen.

Turin, vom 5. Jan.

Den 1. dieses ist der neue Kayserl. König!, gevollmächtigte Minister Herr Graf von Khe- venhüüer nebst seiner Gemahlin hierangelangtf und hat vorgestern bey dem König und der Kö­nigl. Famille Audienz gehabt, wie dann auch dessen Gemahlin gestern bxy Hofe präsentirt worden. Von Mayland wird gemeldet, daß mit Ende vorigen Jahrs der FeldmarschaL Graf Serbelloni von Wien allda zurück gekom­men, und daß die Depechen eines mit Änfan- des Jahrs bey des Herzogen v. Modena Durch!, und dem Grafen v. Fermian angelangten Cou* riers von Wien zwischen diesen beeden Herr« eine Unterredung veranlaffet, worauf sich das