Ports und Remonte-Pferde aus Dohlen, Ruß­land und Dännemark bey der Konigl. Preußi­schen Armee ankommen, so spricht man doch noch immer vom Frieden. Buffer den Fürsten von Repmu ist auch am 29. verwichenen Mo­nats der Herr gcheimdeRath von Frisch allhier angelanget, und der Herr geheime Minister von Rer wftys-uch nächstelrTagen allhier eintreffen. Die Kauftenle sind nun sammllich ihres Arrests entlassen worden, und die Gewölber sind wie­der gehsatt.

Cassel, vom z. Jan.

Es sind abermal imMilitaiy undCivilstan, de nachfolgende Veränderungen vorgefaiien: Der Herr General Lieutenant von Bost'/ wird Gouverneur zu Cassel, der Herr Generalmajor von Bardeleben aber Evnunandant. Der Herr Geueraüismcnant von Wutginau wird Gou­verneur zu Rheiuftls, der Herr ODister von Logauabe» Commandant. Der Herr General- Lieutenant von Gifte wird Gouverneur zu Zie- gcnhain, der HerrObrister von Naurath aber Commandant. Der Herr General-Lieutenant vonTo'chwird Commandant zu Marburg. Der Herr Generalmajor von Wilcke erhalt das va- canteBisckhausistHeRegiment. DecHrOöri- stcr von Dappcnheim, vom löbl. Bartheldifchen Regiment, wird als Eommandeur bey diente Garde transferirt. Der Herr Obrister Lieute­nant von Amelunren, vom ldbl.Gilsailchen Re­giment wird zum Obristen bey das lob! Barr hel­dische Regiment avancirt» Der Obrist-Lieute- nanr von Losberg, vom Ibbl Prinz Carlischen Ntegiment wird bey das tbdt. Prinz Anhaftftche , Regiment transferier. DerMajor vou Kosbott, vom iobl Leib Regiment, wirdzum Ovrist Lieu­tenant bey das lebt. Wilä'isihe Regiment a an- citt. Der Major von- Hachenberg, vom lobt. Prinz Carkischen Regiment wt'd-dabey zum Ob­rist Lieutenantavancirt- Der Major v Mans­bach, vom lhbl Erbprinzischen Regiment, avan- cirt bey das lobi.GstbaischeRegimenk zum.dbrist- Lie'^eiiünt Der Major von GoH von derzterr Garde, wi"d bey das lbbftGilsaische Reguuent traitsferirt Der Majors Wmrm'yvomlobt.. Wutginauifchen Regime! wird b-y das lob!. Leibrcgiment knanvferirt. DerMajor Kochen hau'en, vom stssft. Malöbu' gi Gen Regiment, Wird Hey das löhl. ErbprmMe Regiment ver­

setzt. Der Major von Linsing, vom lobl. Jager- Corps wird bey das ldbl. Prinz Carli-cke Regi­ment transferirt. DerMajor von Schickst vom. ersten Bataillon Garde, wird bey das lobl..

Prinz Anhafti'che Regiment transferirt. Der Kriegs Rath und geheimder SceretariusHein, wird cmn foro fk fcHionc nach seiner ynciennets

bey das .Kriegs-Collegrum verletzt An dessen Stelle ist der bisherige Archiv-'Rath Heymel, mit dein Pradicatals Kriegsrath, hinwiederum, zum geheimen Secrerariv bestellt- DerSteur- ra:h!ner,ab'er zum Kriegs- nndDoMainen- Rath ernannt worden. In dem abgewrchene»

1762. Jahr si'.ch allhier 106 paar c^pulirt wor­den, 47° jrnd gebohren, dagegen 87 ^ gestorben.

Unter - Rheinstrom, vom 4. Jan.

Der m dem Haag befindlich? Kayserl. Rußi- fche Gesandte, hat durch einen Courier ausMoG cau Depecherr empfangen, von denen man zu vmnehmen gelebt, daß der Groß §anzler> Gr. v. Woronzow, sämtlich auswärtigen an dafigem Hofe befindlichen Minilrcrs eine Note znge- flelit habe, worinnen erklär! wirdH Daß, da der Kayseriiche Titel mit der Rußifchen Crone unzertrennlich vereinig! fey, weder die jetzt regierende Kayserin, noch ein künftiger Nach­folger sich dißfaäs zu Ausstellung ein-aer Re- oersalien jemals verstehen könne, und man, in Ansehung derjenigen Höfe, welche den Kay- ferlichen Trtel verweigerten, davor halten mufft, daß sie alle Gemeinschaft mit dem Rn fischen Reiche zu unterbrechen gedachten.

Nichts destowenlger würde« d.-rKayserin Ma-- jeftär nach dem Vorgang des Kaylers Peter ' des Grossen, die Erklärung erneuern, daß die Beyftgr ng dieses Titels zu keinem Prajoditz ssreiä en, noch daraus jemals in dem Cere- moniei mit andern Crouen eine Aenderung gs- folaeu werden solle. Sobald nun diese No­ta lenen Französischen und Spanischen Ge- sandten bA-andigt worden, hatten diesc-be das Ansuchen oethan, daß sie zur Audi nz'ngelas- sen wei den mochten, wele-es auch sofort ge- K eben wy. D-e zweytere Depecke soll eine Kaystrliche Erklärung in der Hollsteinischen Vormundschas-s Sacke .'Nlhatten , und dahin geaen; wie Ihre Kaysemcfte Majeftä: ehr kimmermehr gchecftn konnten, daß des Kö­nigs in Dürinemütk Majestät sich in sothane *