Schmders gesetzt. Es ist snzriMerken, daß die Königm noch wenige Tage vor ihrem Absterben mit der Verfertigung des Kopfzeugs, das man Jhro nach Dero Tode llufsetzen sotten, fertig ge­worden, um solches zu Dero bereits vor 6. Jah­ren verfertigten Tobten-Kleidern ui legen. Grosse Beschämung l für atte diejenigen, die nicht anders an den Tod gedenken, als an einen Feind, dem sie sich in Ewigkeit nicht ergeben wollen.

Nieder-Elbe, den r^.Nov.

Alis Harburg ist folgende zuverlaßige Nach* richt eingegangen: Gestern, als den 2$. Nov. hat der Prinz Ferdinand von Braunschweig,a!s eommandirender General en Chef der Hannove­rischen und alliirtenTrouppen, einen Trompeter aufs Schloß gesandt, und den Französischen Kommandanten auffordern lagen. Die Antwort war abschlägig. Gleich nach dem Abgang des Trompeters ward auf dem Schloß Lärm geschla­fen.. Die Feld-Posten wurden emgezogen, und die sämtliche in der Stadt gelegene Französische Besatzung muste ins Schloß marschireu, und die Zug-Brücken wurden sogleich aufgezogen. Die Harburger fluchten i« die Nachbarschaft, und alles- ist in der grösten Verwirrung und Bestür­zung.. Eine andere Nachricht, so durch mündli­che 'Berichte von Personen, welche diesen Mit­tag daher gekommen sind, gemeldet wird ^ent­halt: Daß die Hannoverischen Jager gestern: Abend um 1 i ; .]Ul)r in dis Stadt Harburg em- §edrungen wären; daß diesen Morgen einige Regimenter denselben Zefolget wären; und daß Anstalten gemacht würden , die Französische Be­satzung mit Ernst zur. Uebergabe des Schlosses zu vötlstgen. Bevor die Franzosen gestern Mit­tag sich ins Schloß geworfen, haben sie noch ver- Miedene Personen mit aus der Stadt genom­men, worunter sich der Herr General-Superiu- tendeut Wahrendorf mit befindet.

Hanau, den 6 . Dec.

Gestern Abends, gegen s. llhr, trafen Se: Durchlaucht, der Prinz von. Soubise, in hiesi­ger Stadt em, und nahmen Dero Quartier im Fürstlichen Schloß. Der Einzug geschah unter dem l osen der Seückevon den Wällen , und durch dis zu beyden Seiten der Strassen paradirende Trouppen hiesiger Besatzung,,. welche aus einem. Bataillon von Lournarsis und einem Theil des Lobs. Jufauterie-Regimenrs von Piemont besinn- den, welches noch selbigen Vormittags hiesclbst

DezichuugseiuerWnM'-Quattiere eiMlückt war.

AVERTISSEMENTS .

Nachdeme an dem nachstabgewichenen Dien­stag Nachmittags gegen Uhr, zwischen Born­heim und der Frtedberger Warten, denen soge­nannten Rüben, aus einem Baum-Stücke, ein durch viele empfangene Wunden am Köpf er­mordeter, fremder, unbekannter Mensch, et­wa 40. Jahr alt, von grosser Statur und star­ken Gliedern, meiner Furche liegend, etwas mit Erde nberscharreter gefunden worden, und an demselben bey der Besichtigung besonders zu ersehen gewesen, daß dessen Bart frisch rasiret, ihme allererst an dem rechten Arm Ader gelassen worden, selbiger auch mit einer vielfarbigen wollenen Binde und Bauschlein wohl verbunden gewesen, und dann alle nur mögliche Sorgfalt allerdings anzuwenden, damit der Mörder aus­findig gemacht werde;. Als hat man von dieser grausamen Mordthat dem Publico zu dem Ende bekannt zu machen, vor nothig ermessen , daß wer etwa von solcher und von dem Mörder felb- stem einige Nachricht habe oder bekommen werde, solches^ Beförderung der Justiz bey atthiesi- gcm Löbl. Otfkio i',x3rn,oa,o-io anzeigen möge; Wie dann demjenigen, welcher den Thäter an­geben wird, eine Verehrung von 50. Gulden gereichet wsrden solle. Frankfurt am Mahn, den. z. Dec. 1757.

Canzlcy allda.

In der Andraifchen Buchhandlung atthier ist: zu haben: Der Kayserl. und Reichs - Cammer« Gerichts-Calender auf das Jahr 1778. wie auch­alle Sorten von Berliner Genealogischen Ealen- dern, sowol Terttsche als Französische.

Leipzig. Mitallergnadigsten Privilegien wird in der Weidmännischen Handlung gedruckt und ehestes zu haben seyn: Der Frau, ie Fnnce de BeaHmonr lehrreiches Magazin für Kinder, zu. richtiger Bildung ihres Verstandes und Herzens, aus dem Französischen übersetzt, 8vo. Dieses lehrreiche Buch ist, so bald es fertig, in Frank­furt am Mayn in der Fleischerifchen Buchhand­lung, zu finden.

Boy Johann Michael Eben, Kupferstecher, wohnhaft bey Herrn Roth, Farberauf dem. Tanz-Plan, ist zu haben: Der Plan., vom der den s. Nov. bey Roßbach und St. Micheln vor- gefallenen Bataille, von einem berühmten. Jn- genieur gezeichnet, nebst der ganzen Gegend yM Leipzig hisEl'AlP aus einem Bogen, »L. kr..

Anno 1757. Freytags, deny.vecembr.

Mit Röm. Kays. Mjest. Allergnadigstem Frivilegio^

In Frankfurt am Mayn

Wien, dm zo. Nos.

^T^Ienstags, den rasten dieses, haben, um \> j für den erhalLerren herrlichen Sieg und andurch zugleich geschehene Eroberung der Stadt Dreßlau, dem Allmächtigen das Dank- Opftr abzustatten, beyde Kayserliche Majestä­ten mit denen drey Durch!. König!. Prinzen und Erz-Herzogen Joseph, Carl, und Peter Leopold, in ihrer Regimenter gewöhnlichen UnifoM, un­ter Begleitung des andern Herrn Ayo, Gra- Leus von Kümgl Ercell., dann denen 4. Durch!. Königlichen Prinzeßinnen und Erz-Herzoginnen Maria Anna, Maria Ehristina, Maria Eli- fabetha, und Maria Amalia, Königliche Ho­heiten , Vormittags um 11. Uhr. nach der atthie- sigen St. Stephans-Metropolitan-Kirche sich erhoben, und allda dem Ambrosiauische» Lob- Gesang , und dem von Sr. Hochsürsil. Gnaden, dem allhiesigen Herrn Erz-Bischof, gehaltenen feyerlichen Hoch-Amt, unter Aufwartung des Päbstlicheu Herrn Nuntii, des hohen Ministe- rii , auch sämmtkich anwesenden Militaris, der ganzen Cierisey, der uralt Weltberühmten Uni­versität, des Löbl. Stadt-Magistrats und einer ungemeinen Menge Volkes auferbaulichst beyge» wohnet. Während demr hat die auf dem St. Stephans-Kirch-Hof in Parade gestandene In­fanterie hiesiger Garnison, eine ; malige Salve gegeben, und jedesmaken darauf 120. Stücke vom denen hiesigen Stadr-Wallenringsherum abge­feuert worden. Von denen letzthinzu Schweid­nitz eroberten 48. feindlichen Fahnen, sind 12, «ach Ungarn, 4. nach Croaten, die übrige aber «ach Steyermark, Tyrol, und andern Kayserl. König!. Erb-Landen abgeschrcket worden. ^Eben- Hestern, als am Vorabend des Heil. Andrea- und MOch-gewöhnlichm SrossenDoison-Festes, ha­

ben Se. Majestät, der Kayser, mit den;.Durchs lauchtigst- König!. Prinzen und Erz - Herzoge» Joseph, Earl, und Peter Leopold, Königliche Hoheiten, und denen übrigen hohen Herren Ordens-Rittern des goldenen Vlieses, in ih­ren prächtigen Ordens - Kleidungen, über dem neuen grossen Gang in die Hof-Kirche zu denen WW. EE. PP. Augustinern sich erhoben, und allda der Toison Vor-Vesperabgewarret, welch- hoher Function auch Se.Dnrchlaucht, der anwe­sende regierende Herr Herzogvon Wurtenberg- in gleichmäßiger Ordens-Kleidung beygewoh- net haben. Se. Ercell. der Herr Grafvon Stern»'' ville, König!. Französischer Botschafter an dem allhiesigen K.K. Hof, habe« aus Befehl des Kö­nigs/ seines Herrn, allen, sowol Kays. Kvmgl. als auch fremden hier residirenden Ministern, eine schriftliche Er klär ung Übergaben, des haupt­sächlichen Inhalts: Daß, ohngeackt aller von dem König in Preusse», gemachten Vorschlägen, Sr. Merchristlichsten Majestät, ohne Vorwisseu und ausdrücklicher Einverftandniß Sr. hohen Alliineu, nirmalpn einigen Vergleich erngehen, noch diessäuigen Ansinnuugen, in dem Minde- sie» Gehör geben werden.

<tapZr«laH§ir, wegen der Uebergabe von Breßka«.. r) ^>ie Besatzung sowol, als die in der SLM- bestndlichebleßirte und krankeOssrciers, Unter-Officirs und Gemeine, sollen mit allen Ehren -Zeichenfrey den nächsten Weg mchGlo- gau abzwhen, und urttet keitMley Dtzrwand/ als Kriegs-Gefangene augesehen werden.

Ad u Betrachtung, daß dis Stadt per-

schonet werden solle, so wird de- KmKonigl. Preußischen TrouppM, so derma- Len würklich in Garnison sind, eriaubet, mtt