t 'kMssm uni) Canadier, die sie seit dem Aus­ruch dieses Kriegs, in ihre Gewalt bekommen haben, werden zusammen gebracht seyn. In Ansehung der Zahl, verlasse ich mich auf ihreRed- lichkeit, und fordere namentlich den Canadier, la Horce, zurück, welcher schon, vermöge der Ca- Ditulatisn des Forts de la Neceßite, hätte zu­rück geschickt werden sollen. Ich ersuche sie, sel- Lige nach Hallifax bringen zu lassen, um gegen Die ihrigen, die ich nach Louisburg schicke, a:rs- Sewechselt zu werden. Vor den Capitain Fre­che, der als Geisse! für die Capitulation hier geblieben, fowol, als für den verwundeten Ea- -rtain, den ich schon mit einem Wund - Arzt und allen nvthigm HülfS-Mitteln, nach Mont­real geschickt'.habe, werde ich möglichste Sorge tragen. Hierbei) folgt noch ein Briefwegen des Obrist-Lieutenants Aong, und welcher dmsel- dmdie grosse Hochachtung eröfnen wird, die ich vor Ew. Excel!. hege. Ich bin:c.

Toulon, den iz.Nov.

Man glaubt, baß unsre Escadre unter dem Herrn de la Clue, bereits die Straffe von Gi­braltar paßiret sey. Man hat zwar Nachricht, Daß *4. Englische Kriegs-Schiffe und 4. Fregat­ten zu Gibraltar liegen, um ihn den Weg ab­zuschneiden; Mein man hoffet, Mr. de la Clue -soll eben so glücklich seyn, als Mr. de N-veft,

, welcher schlageno und fechtend mitten durch die - Ettgelauver hingimgund anlangte, wo er solle.

. Stettin, den zi. Növ.

Die Schweden l^aben uunimhr die anliegen- .» DenStädtc und Dörfer gänzlich geräumet, und f diese Vestung wird vor der Hand vor einer Be- ^ Lagerung gesichert seyn. Das Haupt-Quartier der Schwedische»Armee,welches bey Ferdinands- hof gewesen, wird von ihnen völlig verlassen. Vor'eiuigen Tagen sind bereits einige Regi­menter mit Verl schweren Artillerie durch Anelam ins Schwedische Pommern marschiret, und die

übrigen sind im Begriff, zu folgen Unsere Preus- ' " r ' . L

Tag ans Tag. Es hat das Ansehen, daß wir eine Winter-Campagne haben werden.

Ans Franken, den rr. Nov.

Die ganze Reichs-Armee, welchedie Winter- Quartiere in Franken beziehet,wird.einm Corvo» von Asch, aum Böhmischen Grenze gelegen^

durch das Bayreuth - Coburg - und Hmneöergi- sche formiren. Diese Lander werden mit vielen Regimentern beleget, auch sich einige bis mdas Bamberg-und Würzburgische cxkendirm. Das Haupt - Quartier Jhro Durchs, des Herzogs von Hildburghauson, kömmt nach Nürnberg, die Artillerie nach Fürth, und des Herrn Ge­neral von Pretlach Excellenz, nach Erlanget!.

London, den zs.Nov.

Künftigen Sonntag wird der Hof die Trauer für den abgelebten Oucle des Königs in Pottu­gall aulege». Der noch hier befindliche Duc de Braganza ist von der König!. Gesellschaft der Wissenschaften zum Mitglied erwählet worden. Man vermuthet abermals Veränderungen im Ministers und der Armee. In dm nächstge- haltmm Rathk-Bersammlungen find, dem Ver­nehmen nach, lebhafte Wortwechsel gefallen, indem einige Glieder desselben der Meinung ge­wesen, daß einige Officiere bey der Erpedition ihrer Schuldigkeit gegen den König und das Va­terland kein Gnügen gethan hätten, und daß auch einer davon aller seiner Kriegs-Dieuste er­lassen worden. Wegen Carolina ist man völlig ausser Sorgen, seitdem man Nachricht erhalten, daß die dahin bestimmten Trouppen glücklich an­gekommen seyn. Die grosse Flotte, welche zu Portsmouth ausgerüstet wird, soll unter Com- mando der Admirale Knowles und Broderick, der Sage nach, in die Mittelländische See ab­gehen. Es lauft zwar das Gerüchte, daß der Admiral Hawke 4-Kriegs-und rs. Kauf-Schiffe von Martinique nach Plymouth geschickt habe, welches aber nicht Glauben finden will; weil auch das neuliche vou dem Admiral Cvates falsch befunden worden. Diebeyden Assecuranz-Com- pagnien haben beschlossen, dem tapfer» Capital» Lockhart, auf dem Armateur, der Tartar, ein Präsent von Silber-Geschirre von zoo. Pfund Sterling zu machen.

Hamburg, den zs. Nov.

Der General Fermor soll sich unverzüglich mit einem starken Corps Trouppen nach Preuffm auf den Marsch begeben, um daselbst die Feindselig- keiten tzon neuem anzufangen. Bon'Cronstadt perrümmt man, daß 41. Rußische Schiffe, wel­che Wund-und Kriegs-Borrath nach Memel ha­ben überbringen sollen,'sich genöthiget gesehen, wegen des starken Frosts und Eises, daselbst m gm zy bleiben.

Lüneburg, den zs. Nov.

Gestern Nachmittag um ?. Uhr, langte der Herr Felv-Marfchall, Herzog von Richelieu, mit einem sehr zahlreichen Gefolge von Gene­rals und hohen Standes-Persvnen, unter Ab- feurung der Canonen von den Wallen, aufdem Schloß allhier an. Derselbe hatte zu seiner Be­deckung vorher eine Eftorte von den Fischeri- schen Husaren und dem Regiment von Derchini, hinter sich aber von dem Reuter-Regiment Ro- yal-Piemont, welches alles sehr.prächtig aus- sahe, weil vieGarnissn von 8.Bataillons zweyer Infanterie-Regimenter des Obristen vou Chat- ttüim iint> des von Tour de Pin in Parade sich befand. Gegen 5. Uhr verfugte sich der Feld- Marschall mit der Generalität nach dem hiesi­gen Gouverneur, Herrn de Vogue, welcher vor- itzo in dem Hause des Kayserl. König!. Commer- cien-Rarhs von Meyersbach seine Wohnung hat, um bey demselben Tafel zu halten, die über 40. Couverts stark war, und auf einem grossen Saal sich befand, wobey in einem Nebm-Zimmer die Cavalierc-Tafel von 16. Personen zu sehen war, welche alle beyde um 8. Uhr geendiget wurden. Es ipeisete fowol der' Hern- Feld-Marschall, als auch die Generalität gan, nor>s»ugt nm p iiyn eieng der HerrFeld-Marschall mit seiner gan­zen Suite wieder nach dem Schloß. Wie lange dasHaupt-Quarrier noch allhier verbleiben wird, solches ist unbekannt. Heute Vormittag grenz das eine Regiment des Obristen von Tour de Pin wieder von hier ab.

Hannover, den r5. Nov.

Seit der vorigen und in dieser Woche, sind noch beständige Durchmärsche von Französischen Trouppen von der grossen Armee durch diese Stabt geschehen, welche von hier weiter ins Zel- lifche und Lüneburgische gegangen sind. Viele davon haben sich in und um Uelzen, und bey izeoo. Man» im Amte Lüchau bey Klenz ver­sammlet. Das Haupt-Quartier des Herzogs von Richelieu ist den zosten dieses in Giffhorn, und de» zrsten in Uelzen gewesen, von da es nach Lüneburg verleget wordm. Da des Prin­zen Ferdinand von Braunschweig Durchlaucht, ehester Tage in Stade eintreffen, und das Com- Mgndo über die Mitten Trouppen übernehmen werkt! * so sind gnr Lrstrn dieses die hiesigen

Königlichen Küch-Keller, und Conditott^M auch übrigen Hof-Bedienten znr Aufwartung dahin abgesandt worden., Der ohnlangst in ei­ner geheimen Commißion von Stade nach Mag» deburg abgegangene General-Major, Grafvorr der Schulenburg, ist bereits vor einigen Tagen daselbst zurückgekommen. Vorgestern sind vez'- schiedene von des Französischen General-Inten­danten Luce seinem Gefolge von Braunschwetg allhier eingetroffen, welche sich in das sogenann­te Fürsten - Haus einlogiret haben. Wie bald der Herr Luceselbst hierher folgen werde, weiß man noch nicht. DieArtillerie, welche der hie­sige Französische Commandant, der Herzog von Randan, ohnlängst ausserdem Stein-Thorebis nahe an dem Post-Hofe hat bringen lassen, ist vorgestern wieder in die Stadt geführet worden. Man hat dieselbe , nebst der übrigen Ammuni». tion , ins Lüneburgische transportiren wollen. Es fehlet aber an Artillerie-Pferden.

Regenspurg, dm zs.Nov.

Gestern ist wegen des gewaltsamen Preußft scheu Einfalls in die Chur-Sachsische, und fer­nem Auszugs in andere Reichs-Lande, ein Kay» ftrlich allergnädigstcs Commißlons-Decret zur nffc>»rtlt^i,-,QictaL«v gebracht worden, vermöge dessen sich Jhro Kayferk. Majestät zu Ck-urfur- sten, Fürsten und Standen, allergnadigst ver­sehen, daß sie sammtlich, und ein jeder derA- ben insbesondere den bis anhero ruhmwükdig oc° zeigten Eifer, nicht allein standhaft fortsetzcn, sondern auch alle Kräfte verdoppeln, und Ihr? Kayferliche Majestät und des Reichs cömman- direnden General, mit allem möglichen Be­stand, dessen was zur Subsistenz der Reichs- Armem und sonsten benöthiget seyn dürfte, an Händen gehen würden, um des nunmehro dem ganzen Reich sich zu dringenden Königs in Prenft fm Majestät, Churfürsten zu Brandenburg, al­len möglichen Widerstand zu setzen , und sonder­lich dessen allenfalls vorhabmden weitern Ein­bruch in die rückliegende Erayse, abznhalten, gleichwie dm» auch Allerhöchst-Dieselbe, die hiernach abgemessene Ordre, Dero und des Reichs commaudirenden Generalen, des Herrn Herzogs zu Sachsen - Hildbnrghausm Durch!, allfchon ertheilet hatten, und alle weiter di-n- smne Veranstaltungen, Mich sonstige Dcrfügun- SM tll ttessen, nicht mtstchen würden.