MmächkiM / werten Man 5 hn auffder Börse z«Am- , sterdam und in()uinqu/»m xyjx, nicht als einen Mi­nister / sondern als einen Kauffmann confiderirer. Der Graf de Morville hätte sich niemahten mit dem Amen- Handel meliren wollen/vielmehr jederzeit übel davon S-sprochen / ob gleich sein Vatter ein grosser Freund des Herrn Law ist. In Engelland stehet es auch laut denen Brieffen täglich schlechter aus/und gehen viele fort / worunter die besten Kausslmre mit begriffen. Die heurigen Brieffe aus Amsterdam lauten auch sehr schlecht/ und sind über der Liste/ welche man von 14. Personen gehabt / noch mehr fort gegangen/wodurch denn der Credit überall fallet.

Hamburg/den ;. Nov. Se. Durchl. der Her­zog von Hollstein/bey welchem ein Expresser angekom­men /befindet sich uoch in Breßlau/ dörfften aber mit ehestem von La auffbrechen / und sich schleunigst nach Wien erheben / um über jetzige Conjuncturen zu deli- berkrcn. Aus Petersburg ist diesesmahl nichts son­derlich neues / als daß gemeldet wird / ob möchten Se. Czaarische Majest. sich Sr. Durchl. des Hertzcgen von Hollstein annehmen / und desselben Sache auffs kräfftigstc bey andern Höfen rccommendiren/ wovon ckünfftig ein mehrers. Aus dem Hollstemischen hat ma»/ wie JhroKönkgt. Majest. vonDanemarck die in Altona projectirte Eommercia nicht approbiret/ son­dern da dergleichen Sachen einem Lande oder Stadt (fallseinAmen-Handel daraus formixet würde) sehr schädlich / solche gäntzlich vcrworffen. Laut Co- penhagener Brieffen vom 29. passaro waren Se.- nigl. Majest. nebst dem Crov-Prkntzen von Friede- richsbucg des vorigen Tages zurück gekommen. Man glaubte für gewiß / daß Mylord Carteret seine Ab- schieds-Audientz nehmen würde / AMord Polwarr aber feine nicht eher / als biß der neue Groß-Brittan- nische Envyye an rasigem Hof würde arriviret fcyn. Der Herr Weiß wäre nach Strahlsund abgereiset/wo- setbste/ auffOrdre des Königes selbigen Ort den i;. dieses Monats an Schweden evacuiren solte; Die Fregatte Roa würde mit andern Schiffen dahin ge­hen/ um das Regiment des Herrn Grafen Wedels nach Copenhagen und die Artilleristen nach Friede- richsöhr zu embarquiren. Der Herr Graf von Frey­tag würde täglich allda erwartet.

Warschau / den 2 u Lctobr. Der Reichstag wird noch immergehemmck/durch diejenige Landbvt- ten/ so vorder Restitutio« dasCommando andieCron- Feldherren auff keine neueMarfchalls-Wahl consen- liren wollen; Den 18. weil die Landbokten nicht alle veysammen waren/ward nichts vorgenommen/gleicher gestaltdenis.auchnkchts. Denro.warendieSena- eores und die Feld-Herren zu Schloß/allem Ihro Ma­lest^ haben sich nicht sprechen lassen. Den n.geschähe die Aussöhnung des Litthauischen Cantzlers mit dem Unter-Cantzler enpräsence Ihr. König!. Majest. auff

dem Schlosse. Dm r r. nach Eröffnung der SeUo» m der Landbotten-Skube/ hat der Marschall nach vors gängiger Frage / ob sie nunmehro einmüthig auffdre neue Marschalls-Wahlverwilligenwotten/die Stim. men ausgetheilet/an die Botten von Smolensko/Po- dolien uud Podlachien / sie beklagten sich/daß die Zeit in die 4te Woche allbereits vergeblich verflossen/ und werde der Reichstag vorsetzlich gehemmet durch unge- räumee Objectiones / da es doch billig wäre / daß be­vor man was vornehme / die Marfchalls-Wahl zu erst vor sich gienge/und fals die Eontradicentcn auffihrem Stück ferner verbleiben würden / so wollen sie Ihro Majest. um einen Reichstag zu Pferde anzusetzen er­bitten; dieContradicentenhingegenberufftenstch auff ihre Jnstructiones/und damit wurde die Session sok- viret. Den 2;. permittirte dcrMarschall denen Land- bottenvon Lefland zu reden/und nachdem sie ihre Dora geendegee/ fragte dcrMarschall/ obste dann nicht zur Marfchalls - Wahl schreiten wotten? Hierauff ant­worteten die Comradicentes / daß sie nicht eher die Wahl confemiren könren J als bevor Ihro König!. Majest. das Eommando von dem General-Feld- Marschall Grassvon Flemming abnehmen/ und an Feld-Herren restimiren würden. Mit eben dergleichm Eomroverstenist der r^nndrs.zugebrachk worden.

Ein anders aus Warschau/den 26. Octobr.

Ohnerachttt die Seffiones in der Landbotten-Stube wegen jüngst vorgefaüener Streitigkeit zwischen bey- den Litthauischen Eantzlern in so lange verschoben wor­den/ blßrrmerfelbenvcr Vergleich erfolgen würde» so ist jedennoch vorgestern eine Session gehalten/ aber niemand zum Voro admitkiret/ sondern nur deliberi- ret worden/ wie man diese beydc Magnaten hinwiede­rum vereinigen köme/ wozu aber schlechte Apparentz und wohl gar zumProceß auffs Tribunal hinaus lauf- fen dörffke; und weilen man um der Ursachen noch grosses Unheyl/ so hieraus entstehen köme/ besorgen chm/ als ist nicht allein die Schloß-Wache verdoppelt/ sondern auch andere gute Präcamiones/ um allem Übel vorzubeugcn/ genommen worden/ indem fast al­les in der gröffen Disordre begriffen ist. Diesemnach vernimmt man durch den aus Petersburg an den all- hier subsistirenden Ezaarischen Gesandten-mit wichti­gen Depechen angetansten Expressen / daß die Rußi- sche Gattern unterm Fürsten Gattizin mit einem star- cken Transport würcklich ausgclauffen/ um eine aber- mahligeDesceme gegen Schweden zutemiren/ und selbige Cron zu nähern Conditionen bcy dem vorseycu- den Frieden zu obligiren» Übrigens verlautet aus Rußland / daß die Comagion anjetzo im Herbst mehr dann im Sommer überhand zu nehmen begmntt/ und vielleicht aus der Ursachen-'/ weilen sich die auff dM Feld unter die Hütten salviree Lome wiederum in die Städte undDörffer wegendesmWnWMtwM W

geben geMigel werden;