im Leibe bebte/wekl ich bereits ttchkeHöllewPein empfunden/so sähe ich mich nach Christum um/und fing wehmüthig an zu ruffenWo ist denn der Heyland aller Menfchen/wird er denn hierzu stille schweigen/daß ich in die Macht des Teufels verfalle/ jetzo ist eS hohe Zeit/ Krafft feines Mittler-Amts/ und seines blutigen Verdienstes mir Verdammten zu Hülffe zu kommen / und kor mich ein Wort zu sprechen / es war umsonst / denn ich tonte ihn nicht zu sehen bekommen / ich mercktezwar bey meiner Anklage/ daß ein Mann mit zur Seiten an dem Tisch stunde/ worauf das schwartze Buch lag/ doch war er nicht zu erkennen/indem er mir vorkam/als ob er mit einem Schatten umgeben/ da es aber beständig bey dem Ausspruch / ich fty verdammt / blirb/so sähe ich mich noch einmahl um/ und feuffzete - ach! wo ist denn Christus der Heyland/ der Mittler zwischen GOtt und den Menschen/ worauf ich den Augenblick seine Gestalt erblickte/auf ihn zu sprang/und ihn mit weinenden Augen umarmte/ da er mich dann auf das freundlichste ansahe/ wie er mir ohnedem vorkam/als wenn er lauterSonne und Glantz gewefen/er schlug das Buch zu/und es verschwand/auch dabey dauchte mir aber/od er derMann geweftn/ der vorher gantz beschattet neben mir an dem Tische gestanden/ darauf verkündigte er mir die Vergebung meiner Sünden an/und sprach mich kondemUrtheilder Verdammniß log/ nahm mich auf als ein himmlisches Mitglied in die Zahl der Auserwählteu / hiernächst faffete er mich bey der Hanv/und führete mich von dem Gerichts-Platz hinweg/zurrechten/wo eine unzählige Menge heiliger Engel stund/und mich in ihren Krantz einfchloffen/ den Augenblick entstand ein Freuden» Geschrey durch den gantzen Himmel/ und kam mir vor/als wenn ich starcke Paucken-Schlage/und einen mächtigen Schall vieler Trompeten hörete/ mit einer drein stimmenden Music/ dergleichen ich noch nie gehöret/hierauf that flch der Himmel auf/ daß ich herein schauen kontt/ über welchen Glantz und Herrlichkeit ich ersiaunete/meine Au- genswurden gantz verblendet/un ich entfetzete mich über derSchünheit/die ich erblickte/ da gedachtt ich an die Worte Pauli i. Corinth. r. v. 9. Es hat kein Auge gesehen/ und kein Ohr gehöret/u. s. w. und darum muß ich bekennen/eS fty mir unmöglich auszusprechen/ was ich gesehen und erfahren/und wenn ich auch Englische Zungen hätte bey dieser Erzehlung.
So offt er davon anfieng / fteuete er sich darüber, daß ihm die Thrä- nen Hauffenweift herab flössen. Nun/sprach erweiter: In solcher Freude Lin ich wieder aus dem Himmel in dieses Jammerthal gebracht worden/ da mir alles / nachdem ich etwas bessers erfahren / anstincket/ ja wenn mir der König vonPreussen das gantze Fürstenthum Halberstadt zum EigentbutN schencken wolte/ damit zu machen was ich wölke/ ich würde mich mit Freuden bedancken/ weil eS in meinen Augen wie Koth und Dreck/wjll auch den himmlischen Geschmack mit irrdischer Speise und Tranck nicht mehr vermischen/ sondern so lange warten/biß ich wieder in meine Ruhe komme. Merckwürdig war eS/ daß ihn die Kranckheit verlassen/ denn er war
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