nach der letzten -Ohnmacht starck / frisch und gesund- und vsn allen Schmer» tzen befreyet/da er doch vorher kein Glied rühren können Dir Augen/ wel­che vorhin trüffttn/krübe und tieff im Kopffe lagen/ wurm jo Helle uns kmr/ als ob sie mir frischem Wasser ausgewaschen. Das Gest hte war wie emes Jünglings in seiner BlüLhe. Nun/ fimg er an/ lebe ich noch zwey Tage- und wünlche/vaß jedermann zu mir kommen möchte/ mich anzv hören/ damit er sich zu GOtt bekennte. Besuchte ihn jemand in meinem daftyn/ reichte rr ihm dir Hände entgegen / und.wenn er sie gefastet/ Hub er sie m die Höhe/ und sprach : Weg mit der Erden/Hmauff zu GOtt / hier ist Nichte zu timt wobey er jedesmahl Thranen vergoß.

S>me Frau / welche sich gegen ihn beklagte / wie ihr und den Kin­dern ais Verlassenen/nach seinem Tode gehen würde/gab er zur Antwort: Schämet euch/daß ihr nicht mehr Vertrauen zu GOtt habt/ der die gantze Welt so lange veesorgek/wird ruch auch wohl versorgen; Euer Unglaube und Mißtrauen macht euch fb verzagt/denn wie man glaubt/ so geschicht einen. Er hieß sie auch mit dm Kindern hernach ums Bette kömmen/und vermahn­te sie sehr beweglich/ihr Vertrauen emtzig und allem aufGOtt zu setzen/ und. an seinen Worten nicht zu zweiffeln/ denn es scy alles Ja und Amen.

Daß muß ich gestehen/ daß sein Verstand nach der letzteren Ohnmacht ungemein zugenommen/ denn er redete nicht mehr als ein gemeiner Mann/ und wie zuvor/ sondern es war alles krafftig/ nachdrücklich und durchdrin­gend/ als ob er die Rede-Kunst in so kurtzerZeit seiner Ohnmacht erlernet/ denn an statt ich anfangs fein Lehrer und Tröster/ so wendete sich npnmehrv das Blar um/und ich war gegen ihm wie ein Kind/ und hörete seine Re­den mit Verwunderung an.

Dieses habe ich nicht vergessen sollen / daß er in der letzten Ohnmacht zum Anfang/da er/seinem Vorgeben nach/vor Gericht geftandm/ein Feuer- rothes Gesicht bekommen/da er doch kmtz vorher eine Toden-Zarbe gehabt; Jmgleichen ist ihm der Schweiß vom Leibe herunter geloffen / als ob man ihn mit heissem Wasser begoffen. Wie nun die zweyTage/welche er noch leben solte/zu Ende giengen/ sprach er: Nun leget mich aufs S.tremich will sterben/dir Zeit ist vorhcmden/so bald sie ihn angriffen/chat er die Augen zu/ und schlieft cm / weil aber Die Frau ein Geräusche machte / sich wrhmüthig anstellete/ und ihm in die Ohren ruffte/ihn auch nicht mederlegm wolle/ son­dern mit Schütteln und Bewegen anhielt/so erwachte er wieder/und sprach:, ihr gottlose.Leute/ warum wolt ihr mir die Ruhe nicht gönnen/ die mir' GOtt gönnet / nun muß ich noch einen gantzen Tag zubringen/welches denn auch geschehen / doch har man nichts mit ihm vornehmen können/ weil er stets geschlummert/ jedoch als man ihn gefraget/ ob er bey Tag oder des Macht sterben würde/ hak er geantwortet/ des Nachts/ welches denn auch

gegen den Morgen erfolget/ seines Alters r s. Jahr. Hornhäuten

dm "ten November 17z;,

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