»och tinigrOrt aus deß Hr. Luthm kleinen Catechijmo mit angezogen / und m Ouackerisch außgeruffen hat/ wann der seel. Mann insonderheit in der andern Bitt auffdie Frage/ wie das Reich Gottes zu uns komme? Antwortet: wann der himmlische VatteruNsssiNM H. Geist gibet/daß wir feinem H. Wort durchseme Gnade %\mhm und göttlich Leben/ hie zeitlich und dort ewrglrch. In der Antwort auff die Frag nach dem dritten Articul deß ChttstlichenGlaubens: Ich glaube daß ich nicht NUß eigner VerNUNfft noch Kraffl an Jesizm Christum meinen HErrn glauben/ oder zu ihm kommen kan / sondern der H. Geist hat mich durch das Evangelium beruffen/ mit feinen Gaben, erleuchtet/ im rechten Gkaubm geheitiaet und erhalten/ gleich wie er diegantzeChnstmtzeitauffErden berusst/ samler/erlmchttt/HMget/und beyChristo erhält. Auffdie Frag ; was bedeut dann solch Wasser Haussen ? Es bedeut dass der AlteAdaM in uns durch täglicheren imd Buß stllerfäusset werden und sterbMMÜ allM Sünden und bösen Lüsten/ und widerum täglich heraußkommen unh aufferstchw einneuer Mensch/der inGerechtigkeitundReimgkeit für Gott ewiglich lebe.
Es müssen dem Hr. Pfarrer solche loca entweder nicht weiter jemahlen/ als «ur bey einemOhrhinein/und wider bey dem andern hinaus geklungen/ oder er rnußMdacht haben / es wü rde Lutberus die selbf^wu' pLZjnsnx
tum Zeiwerrreid demEarrMMv^nwerlnvel- / uno evm nrcht so ftritft und rigo- rcur gmommen; oder andere LeuthderselbenKrasstund Nachttuck nacht verstanden noch empfunden haben- Man kan ja leider und warhaffttg bey unserem heutiges Tages ins Gemein üblichen aiam.< de Christenthum / keine tägliche Buß / keine Tödtung des alten Menschen/ und aufferstehung deß neuen / keine Erleuchtung? keine Heiligung im rechtenGlauben/ kein göttliches Leben/ und dchero keine Zu- kunfft des Reichs Gottes vermercken: sondern bey denen Heuchel urwMaul Christen mchtsanders aks(wo esnoch wohl hergehet) auffersiche Andacht in Geberden/kattsinnig-und angewöhntes Singen/ Gebet lesen und mesomer reut ren? Predig sprechen und obenhin höhren/ Kirchen-Beicht-und Nachttnahl gehen? und was dergleichen von beut £uctfei: öok fofficienr gehaltene ceremomen mehr ftyn/ ersehen: da in dessen die Gedancken in der Welt umher fiadcrn ? und das Hertz von aller brünstigen wahren Andacht/ demüthigex Selbstverlaugnung/und inniglich- Seelen erquickender Liebe Gottes und des HeylandeS JEsir Christi / nichtee weiß/sondern davon gantzlich entfernet ist: Welches man auß denen tag- kich-überhaufftcn bösen Wercken/ angstigerBauch-und nahrungs Sorge/ Zorn/ Zanck/Hader/bcttüglichemWandel/Hochmuth/sehnllcherBegrkrdeauchfturi- L/rAußubung allerhand flcischljcherLüstknundUppigkeite/mitenttetzctt und erstau»
#m abnehmen muß. Ich stelle meinem Hochgeehrten Herrn zubedencken anheim» ob der Herr Pfarrer durch seine Thefin dev Welk nicht gern seine eingebildete in- faiHbiUtat in dem Mantel/Kragen/Beichstuhl/und auff der Cantzelre. (teil. auff Moyßs Stuhl/und in LatbeäiL Petri ) auffmngen/ und ihr damit die Augen ver-
ntat/und übriges Christenthum nicht re6e<^ re.
Den fiel. Amd/welcher so sorgfältig und treulich auff ein nems Leben / auff eine wahre Widergeburt/ und Vereinigung mit Gott/ auch noch in diesem Leben/ tringet; hat er gleich so wohl als Lutherum zu aiiegiven vergessen: wie nicht weniger den seek.Henr. Müller; der in seiner Episiolischen Schluß-Kette/ folgende Wort sehr nachdencklich angemcrcket hat; welche weilen sie würdig feyn/ daß sie wohl und fleißig erwogen werden/ Verordnung nach hiebey kommen: Auch (sagt
Röster sich ihres äußerlichen Christenthums daß sie getaufft ist/Got< tes Wort Hörer/zu Beichtgehet/ dasAbendmahl erupfangt; aber die innere Krafft des Christenthmnes verleugnet sie. Sw verläugnet die B.rafft der Tauffe/ weil sie nicht-, im neuen / sonder alten WlensiHen wandele / da doch die Causte ein Bad der WiderZeburt und ernenc- rung ist: Sieverlaugneedie Straffe des göttlichen Wortes / weil sie nicht wandelt als das Wort lautet / jbndern widerlegt das Wort Gottes mit ihrem GottlüjenLehen/ und nrachts zurbr§en: Sie Ver
des H. Abendmahls/weil sie nicht Lebt irr Christo / mit welchem sie vereiniget ist/ sondern wandelt nach den Lüsten ihres Fleisches / und
will day wir ihm im Geist / und in der Warheit dienen. Diese Männer sage ich/hat der/tmbor des Lueisirs Triumps-Keudzu vermehren/zu aü^gi- rm vergessen/ ob sse Hon gleich so wohl als der ßel. Jacob Böhm / von keineni menschlichen Tag gerichtet/ als Ketzer verdammt ? verbrennet/ oder ihnen das eingeweid auß dem Leibe gerissen worden ist: vielleicht seyn sie ihme(da sie doch der eingerisienen Boßheit hertzlfch ftmdegewesinj) darum noch erträglich / weilm sie das Geheimnüs der Boßheit nicht völligMÜget/ und noch bey vilen vor- Nehmen Orcbvdoxis Beyfall bekommen haben.
Deß lauleri eines vorttesslichen^lUci, von welchem der seel. I-Utberus viel
X r geler.