Llttd itfts nH die Proben und Versuchs«, gen des Jünglings-Alters eingedcuck machen , daß wir noch in der Hütte find. Doch hat dieser Streit-, weil er nicht der Streit zweyer Kriegs-Leute, sondern eines HErrn, nemlich des Gläubigen mit einem verurtheilten Miffethüter , uemlich der Sunde ist, da man fich in kein Fechten einlasset, sondern man creu, tzrgek nur, nichts«lsgerviffeu Sieg. Über der Zeit und Erjahrung wird man zum Manne: und je weniger man mit fich selbst zu thun hat, weil uns der HErr Ruhe giebt von den Feinden, je ungestörter jaget man derVolkommenheit nach, welche nichts anders ist, als: das Glauben an den verwundeten, getödtetcn urw aufersiandcnen Heyland, biß nahe an das Schauen bringen, daß nichts mehr als der sterbliche Leib uns im Wege ist, der auch um des willen am (gute des Laüffs auf die Seite muß, daß der JEsus den Geist ausnehmen, und ihn in dem An- fchauen seiner Wunden, diemau-so sehr geliebt, und daran inan glaubthat, unaussprechlich erfreuen könne. Das ist unsere unschuldige, einfältige und unvollkommene Idee von dem ptvcels derWredergeburlh. Daß man im Guten wachsen müsse, daran zweiff len wir nicht; daß man aber heute das Stehlen ( übers Jahr das Hure», über io. Jahr den Hochmuch> und mit dem herannahenden Alter den Ausbruch dieser und -euer AfFcdea lvß werde, das pflegen wir für die armselige Würckung der Tugend und Sitten-Lehr zu hakten; von unserm Heylande aber zu glauben , daß er unsere Sunde wegnehine, aas, «ehe / i» die Tiefe de» Meeres rverf, fe/oder doch so, zerstöre und zerrütte / daß nichts ganyes mehr daraus wer, -en könne, so lange die Seelen in der hei, Ilgen Fassung eines gesunden Glaubens erhalte» werde«. Wie dann auch der
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Apostel bey den Gläubigen nichts sürch, tet, als daß sic nicht etwann verrücket werden möchten, wovor uns uns aber die Einfalt irr Christo bewahret.
Schließlich wünschen wlrhertzlich, daß diese Herrnhutische Zeugen-Wolcke, welche an unserm Kirchen-Himmel sich von uns abzureiffen drohet, in unserer Gemeinschafft könte erhalten werden; damit man nicht sagen mögte, daß nur solche Leute von uns -ausgiengen, welche GOtt von Hertzen lieben, und deßwegen unsereGottesdienfle nicht rein genug fänden. Wir halten davor, daß weder diejenige wohlthun, die sich trennen , noch Diejenige, die ihnen dazu Anlaß geben. Wir können und mögen den Frieden und die Eintracht in der Kirchen Nicht sorgfaltigst genug bewahren ^uMdeßweaen alles und jede eitle Wort-Gezanck, über blosse Mey- nungen, die zu dem lebendigen Glauben an Christum nicht gehören , genugsam verabscheuen.
Rcfp, Was den Schluß, Wunsch betkifft, so find wir von des Herrn Verfassers redlichen Absicht dabey versichert. Und ob wir wohl glauben , daß unsere Löhmische Brüder von de« erleuchteten Gliedern der übrigen zwey Proteftanrifc^n Reli, gioas - Verfassungen nicht werden für Se- pararifteö angesehen werden; immassea sich dasjenige nicht fepariret, was io®. Jahr zuvor eine Kirche ist, ehe die an- dere entstehen, welches auch die Evangelisch-Rrformirten so wohl begriffen, daß sie sich in Groß.Poblen und Preuffe» za der Kirche der Mährischen Brüder, als ihrer Mutter, geweudet haben; so
könne»