können wir doch nicht leugnen, daß, da der Heyland nicht ans das Seme, sondern auf das, das des andern iß ., gesehen, und sich als Hoher-Priester der grossen Gemeine nicht geschamet hat bey der auf dem Fall Petzenden , verderöten Iudenschafftm die Kirche zu gehen, wir uns daraus so viel nicht machen, was wir für eine Agende haben, wann man uns nur alles so machen lasset, daß Mund und Hertz kan zusammen stimimn. Und ich bin gewiß, daß, so bald die Herren Theologi unter einander eins werden, Wie weit man dem Heylande nachzufol' gen, rrnövon ihme zu zeugen Erlaubmß habe, es die geringste Mühe nicht -kosten werde unserVolck unter demGehorsam der LVLNgeUschcn Verfassung zu halten, wie es unter dem Gehorsam desEpange- iischen Einübens stehet.
Leipzig.
Breitkopff hat vor einiger Zeit den dritten Band von Godofr. Wilb. Leibnkii cpiftolis ad
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heraus giebet, aus der Presse bekommen. Er ist i.Alph. Io. Bog. in L. starck. Der Herr Herausgeber hat an guter Aufnatzine des gegenwärtigen Bandes um desto weniger zu zweiffeln Ursache, da er den beyden vorigen , weder an der Mannigfaltigkeit der Materien, noch ander fieißigen Abhandlung etwas nachgiebct. Durch- gehends zeiget der Verfasser seinen grossen Geist, seine treffe Einsicht und gründlichere, lehrsamkeit. Der grvste Thetl dieses Lardes bestehet aus bisher ungedruckten Stucken. Unter diese hat der Herr öd. solche gemischek,die zwar schon getrucket, aber entweder grösern von Leibnitzen heraus gegebenen Wercken, als vorläufige Abhandlungen vorgefetzet, und rlfo nicht in jedermans Händen; oder in den Samn- lungen der Leibnitzischen Schrifften noch nich zu stnden waren. Aus der vor 4 Jahren zu Han, bürg ans Licht gesteileten Sammlung Leibntzi-
scher Briefe, hat er die wichtigsten hier wiederum eindrucken lassen. Was die Ordnung betrifft/ so muß man sich nicht irren lassen, daß hier unterschiedene Brieffe stehen, die sich in derThatiuden e.sten oder andern Band besser geschicket hatten: Denn da der Herr Herausgeber nicht allen Vorrath auf einmahl in Händen gehabt, hat er nur auf die Abwechselung der Materien vornehmlich sehen müssen. Dahero erscheinen zuerst philosophische, sodann historische Schriffren, ferner solche , die Vor Historie der Gelahrheit einiges Licht geben, und erlich philologische. Weil der Schluß des rren Bandes die Abhandlung von der Philosophie ved Gineser machete, hat der Herr öd>die davotz handelndch Brieffezuerst gesetzet. Hierauf folgen die Brieffe an IacobThomasium, und eini- .ge von dessen Antworten. Diese hat Herr Gottfr. Thomasius zu.Nürnberg, durch des jetzigen Prof. Theol. zu Altorff,. Herrn Tresen« .reutersVorspruch, dem Herrn Kortholt mit- Lttheilet. Die vlsserr. von Platonis Philosophie, ist an Herr D. Hänschen gerichtet, an welchen rs Brieffe von dem Verfasser gestellet find, darinn von philosoMschen Materien ge- wird. Die Observationen von der sacramentlichen Gegenwart, hat Herr Kort- holt von Herr kros. Kappen erhalten, an den sir durch Herr Jourdain zuBerlin gekommen waren. Die kable morale für la necesfite de ia perfeve- rance(dans lcs confeils, falutaires a I’Erat, jst
zwar gedruckt gewesen, aber selten zu finden. Manzweiffeltzwar daran/ ob sie vonLeibnitzen sey; allein Herr Eckard hat des Herausgebers Herrn Vater davon vergewissert. Die Difler- rariones, de ufu Adorum pubiicorum , und de principiis iarisN. &G. sind wegen.ihresnützlichen Inhaltes hier wiederum zu lesen. Zur Historie gehören die Observationes von einigen abergläubischen Slavjschen Gebrauchen; die Briffe, welche der Braunschweigischen, uns die, so der Französischen Historie Licht geben.
(Der Schluß folgt uechsteus.)