' z) Entweder nichts zu haben, oder was sie bekommen wieder wegzugeben, un-d sÄenfaüs bey dem Besitz der Rerchthn, ^ mer dieser Erden nicht rsh werden zu dürffen , wenn sie lesen, daß der Heyland, in dem sie verliebt?sil»d, kein Kopff-Küssen hatte, das seine war-

4) Taglöhnerm affig zu arbeiten , nicht um Verdiensis, sondern um des Be- ruffs,und um der Sache des HErru willen Und ihres Nächsten Das sind so die Leute, wie sie der Heyland in seinem Geschaftze brauchet, und die dasjenige, was' die andern- Christen Verleugnung heissen, gantz uiMeÄi. ret ihrenennen wnyen. Ern^n anv-rn ißzund kan niemand legen: Das beziehet sich aufs erste; Wer ei­nen Thrrrn bauen wtl, der über, schlage die Bosten: Das^isteiue an­te Lehre vors' andere Stück, sobald man die Sache in Überlegung mmmt. Ich muß aber gestehen, daK wann man zu Rathe gehet, es gemekniglich bey dem nothwendigen bleibet. Denn ich habe noch nicht viel Jünger gesehen, die sich davor würden gehalten haben, wann sie nicht erst der Widerspruch darauf gebracht hätte. Der Streiter- ' Sinn ist eine Statur; man thut che man öenckt: und man hat schon wieder vergessen, so bald man gethan hat.

' 6 Ob dieLchre, daß ein Jünger Christi zu Stillung der Lüste, nicht Heyrathen soll, zu verstehen sey, daß dieses nicht

finis primarius nutömomi seyN MÜste ,

oder ob dadurch die Lust selbst zu ver­stehen f von welcher Paulus sagt: Es ist besser Heyrathen , als Brunst leyden. Wie wir im ersten Sinn derMeymmg -völlig beypfiichten, daß unser Haupt­zweck in allem die Ehre und Verherr-

IZ

lichung GOttes,und Nicht die Befrie­digung unserer Begierden seyn soll; so könten wir im andern Sinn, so fern dadurch die Lust selbst verbotten wür­de, diesen Lehrsatz nicht verstehen, ge­stalten hie a&iis matrimoniales , ohne

Lust nicht völlführet werden können; es bleibet und hasstet in unfern Sinnen diejenige Lust^gebahrende Empfindung, welche der. Einsiuß aufferlicher Dinge in unser Wesen ordentlicher weise zu haben pfleget, und die wir deßwegen alS etwas gutes und unserer Natur gemq, ses appetiren.

Keh». Die Mährischen Brüder bekennen auf­richtig , daß sie in dem Artickol des E, hestandes dieseGedancken nicht haben, und daß sie es vor ein gegebenes Aer, gerniß ansehe», wann man ihren jun, gen Eheicuttn die r-leen mit dergleichen aflertis beflecken wolle: sie wissen weder von Lust «och Stillung der Lust in ih, rem Ehestände; sonder« sie sehen den Ehestand^nnd dessen Handlungen vor eine äusserliche Vorstellung des darunter verborgenen Geheimnis, ses Christi Und der Gemeine an. Der Gehorsam unter die Ordnung GOttesdeuchtihnen ein Trieb zu seyn, der sich vor Mensche» schickt, vor Ehri, sten und vor Junger; diefieisthliche Lust schickt stch /ihrer Meynung nach, vielleicht zu einem Trieb vor die Thiere, die aber auch darinnen eine grössere Bescheidenheit zeigen, als die Verderb, tea Menschen. Durch die von GOtt verordnte Anwendung, oder Zerthei- lung brennender, lulpiwrischer Dünste, Feuchtigkeit und Stockung dcr Saffte. kan ein Schmertz vertMbea werden: Es wird aber dadurc^ie Lust nicht «othwendjger rege. als bcy Zertheilung der Lopss oder Mn- Schmertzen , Eo, D . lie,