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’knfc der Verleugnung aller Dinge noch nicht sa nahe waren , als man von ihnen gedacht hatte. Daher müssen sie sich freylich beruhigen, wann sie es in allen dergleichen Dingen nach ihrem beste»
Wissen und Gewissen ejnrichten,
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5. Ob sie in ihrer Sitten-Lehre öff- ters nicht auch zu weit gehen, wenn sie dem Menschen den Genuß eines zeitlichen Vergnügens gar leicht pflegen zur Sünd^machen; Da doch Gott diese gantze Welt undalles was darinnen ist, zum Dienst und Genuß des Menschen erschaffen; doch so, daß er allezeit die Früchte des verbottenen Baums, welche noch immer die Strafe und den Tod nach sich ziehen, sorgfal- tigst zu meyden hat. Wie viele Schätze. und Reichthümer hat uns nicht die
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unserer Freude und seiner Verhorrir, chung ausgesetzet, bey deren Genuß wir weiter nichts, als die uns vorgeschriebene Ordnung zu beobachten haben ?
K.efp. Die Herrenhuther machen einen Unterscheid unter dem olse 8c bewellc: unter dem, was das nörhigstez und dem, was das glöcklicbste if. Zur Nothwendigkeit rechnen sie ein Stück t jSie Vergebung aller feiner Sünden — im Stute JEsn. Wer sich dieselbe nicht so gewiß jurechnen fai , als er weiß , daß er die Auge» it Kopf, ft hat, der ist unselig, und in nicht Herr über die Sünde werden /sondern macht bey Millionen Vorsatzenk-ague- rotme. Wer Vergebung derSÜve« hat, und im Friedendes Heylandes dhin ae, het, der hat nicht mehr nüthigju (an. digen: und weiter nicht will /vie der
blinde Mensch, und nicht muß/ wie der vernünfftige Mensch , sondern als ein Kind GOttesvoy der Herrschafft der Sünden befreyet ist, so lasset er es wohl bleiben, daß er sündiget. Wer also nicht ehrgejtzig ist, wem die Lüste ein Eckel sind, wen die Geld, Begierde nicht plaget, und kein Liebhaber vom Faullentzen ist, der beweiset mit der Herrschrfft über alle die Dinge, daß er ein begnadigter Süu, der, ein KindGOttes, und selig ist, er seyein Kind/ Jüngling oder Mann. Das ist die geringste l<iec, die man von ei, nem Christen haben kan , der noch vor ». Stunden undekehrt, und etwa« vor einer Minute mit der Vergebung Der Sünden begnadiget worden. Und das ist das Norywenvige / wozu GOtt alle Menschen rufft, weil er will, daß ihnen allen geholffen werde. Nun kommt die Mahl ver Gnaden, von welchen der Heyland saget - ihr habt mich nicht er- wehlet, sondern ich habe euch erwehlet; ***&*“" ‘i“*J c0>a ( > beiffei: Er er.
weyite viel lieber Ungemach mit dem Volcke GOttes zu leyden, als die Schalle Egyptens zu haben. Das ist die Jüngerschafft r das ist dieselbe Aenlich- »bck JEsu Christi : wenn einer, da er wohl tonte Freude haben, das Leyd erfüllet, und der Schande nicht achtet. Es ist eine Art Menschen , welche ihre Glückseligkeit ohngefthr in 4. Stücke» setzen:
>) Gering, verachtet, geschmahet, oder übersehen und vergessen zu werde« in dieser Welt.
*) Alle Sinne, die sie nicht brauchen zum Dienst ihres HErrn zu versäumen und zu vrrnachlaßigen, und wenn ja eine Empfindung seyn soll, den Sch merken Üeb haben, weil er eine Aehnlichkeit machet mit ihrem HErrn, einem Manu voller Schmertze« und Kranck. heit.
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