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er nicht ferne fty vom Glauben: Jedoch halte ich weder ihn, noch alle die übrigen, die unfern HErrn nicht als für ein-und allemal gecreutziget, und ferner als den wahren GOTT bekennen, keinesweges für Brüder.
Ich mache in allen Reden von der Bekehrung den Anfang mit JESU, und nenne seinen heiligen Nahmen bey allen Juden, ausgenommen gewisse armeMenschen unter ihnen, welchen von ihren Vorsängern aus einer besonder» Tummheit verboten ist, diesen Nahmen anzuhören, daher man von ihm unter dem Nahmen des Heilandes oder Seligma- chers zu reden pfleget.
Das Weissagen oder Prophezeien deutet bey uns eine besondere Art von Lehren an, nicht aber eine gewisse Bemühung zukünfftige Dinge zu wissen, und vorher zu sagen, sondern bloß eine lebendige, fteymüthige, hertzbemächtigende und hertzstärckende Art, Christum den Menschen anzupreisen. In diesem Verstände nehmen wir das weissagen oder Prophezeien, wie es 4. B. Mos. 11,26.27. von Eldadund Medad gefunden wird. Welches Paulus nach dem Wunsch Mösts an gedachtem Ort, f.29. Wolke GDCT, daß alle das Volck des HErrn weiffageee! i.Cor. 14,1. als diejenige besondere Gabe vorstellet, wornach unter den geistlichen Gaben, die zum Nutzen der Gemeine abzielen, am meisten zu streben ist. Auch erhellet aus le Long denkwürdigem Bericht, II. Cheil, zur Gnüge, daß wir auf kein anderes weissagen die