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Was denSatz anbetrifft,den ich Ln meinemSchrei- ben an den König in Schweden von der Selig- machung der Verdamrnren und der Teufel bey- gebracht/ so habe ich die Worte: Es streitet nicht wider die Neigung einesGottesfürchtigenGe- müchs, in der Absicht gefetzet, um zu zeigen, daß ich mich zu keinem Richter der Kinder GOttes in An­sehung ihrer Meynungen utfoPiorum deßderiorum, oder Gottesfürchtige« wünsche aufwerffenwill. Jedoch habe ich dabey stets mich deutlich erkläret, wie ich auch noch in den Gedancken bin, daß es aus derSchrifft nicht zu erweisen stehe. Wie denn sonderlich die Reden unsers Heylandes über diese Materie (als Matth. 25. und sonst) klare Anzeige thun, daß er dieses nicht also wolle gelehret haben; Daher denn weder ich, noch meine Gemeine und derselben Lehrer jemals so gelehret haben, oder lehren dürffen.

Daß es unter den Wilden ächte Abrahamiten gebe, ist mir gantz und gar nicht bekannt. Gewis­se Cbvonologi sind der Meynung, daß unter selbigen einige Nachkömmlinge von den zerstreueten zehen Stammen Israel gefunden werden, welches unter andern auch daraus erhelle, daß z.E. die Grönländer Suffixa und Affixa , gleichwie die He­bräer, in ihrer Sprache haben.

Es befindet sich ohnweit Nürnberg ein gewisser Jude, welcher die Deutung desdreyund funfst zigstenCapitels Jesiriä auf unfern HErrn IE- SUM zugestehet; von diesem habe ich gesagt, daß