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Augen haben. Man sehe nur den Unterricht/ wel­chen man dieser Amts-Verrichtung ertheilet.

Es muffen nach der Einsetzung Christi und seiner Apostel bis ansEnde der VZeltLirchen-Bedienun- gen vorhanden seyn, als welche nach meiner Erklä­rung p. 78. zur Nothdurfft des Hauses/ auch da e6 schon gebauet ist/ gehören.

So habe ich demnach kürtzlich auf die von Ew. Ehrw. mir vorgelegte Beschwerden geantwortet Inzwischen wundert mich zum höchsten/ daßman sich auf eine so fremde und ungewöhnliche Art wider eine Gemeine auflehnet/welche dasVorrechta^/o/nrtee Sünder (*) hat; welche die Vorläufferin der gan- tzen Reformation gewesen/ und selbige durch dasBlut ihrer Märtyrer zur Reife gebracht; welche von bey- derseits theuren Reformatoren als eine Mutter geeh- ret worden; gegen welche sich in Zeit von zwey hun­dert Jahren nur zwey Scribenten/ nemlich Mor­genstern und LTleumeister, und zwar auf sehr un­glückliche Weise gesetzet; in deren Schoos sich alle Reformiree Christen in Gwß-P-len seit vielen Jahren befinden; welche IEsum Christum für ih­ren Eck-Stein/ Grund/ GOtt und Menschen halt ; und welche so viele hundert Jahre her ein Amboß ge­wesen/ worauf sich so viertausend Hammer in Stü­cken zerschlagen haben.

D Wohl­

es) Abfoivirte ©ünber heissen nach der Herrnhuthischm Redens-Art, Sünder,die Vergebung der Sünden durch den Glauben in JESU Blut empfangen haben, und deswegen wahre Begnadigte sind.