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genennet werden, wenn wir uns deshalb verteidigen sollen. Daß in unserm Gesang-Buch Dinge befindlich sind, welche dem natürlichen Verstände Lhöricht und ärgerlich Vorkommen, geben wir gerne zu. Allein wenn alles das als thö- richt und ärgerlich zu verwerffen ist, was die fleischliche Vernunfft dafür hält, so ist das gaNtze Evangelium mit dem gantzen Christo zu verwerffen. Denn man bedencke, wie es damit zu den Zeiten der Apostel gestanden, i.Cor. 1, n. Wir sind von dem Heylande so unterrichtet, daß wir die Dinge des Evangelii wegen eben dersel- bigcn Ursachen hoch schätzen, warum sie von der Welt verachtet werden» Und so sehr man auch auf unser Gesang-Buch schmähen mag, so werden wir demnach nicht Nachlassen, die Lieder desselben täglich zu singen, und zugleich den Gesang Mosis und des Lammes Offenb. Joh. 15,3. anzustimmen , welcher bereits mancher Seele, die ihre Ohren nicht als eine taube Otter ver- st-pffet, zu einer Stimme des Beschwerers Schienet hat, Psalm 58,5. 6 . um sie mit dem Heyland einzunehmen, und zur Nachfolge des Lamms im Glauben und Liebe anzufiammett. Auf die vielfältigen Schmäh-Reden und Beschuldigungen , wodurch man uns in Deutschland angegriffen , und welche auch von da anhero gebracht, oder vielleicht mit Fleiß erreget werden, um auch in diesem Lande zu Waffen wider uns zu dienen, wollen wir gantzlich stille schweigen. Wir sind zu JESU in keiner andern Absicht C z hinaus