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rlles gar auf eine Zeit lang das Urtheil und die Gr­und rechtigkeit GOttes wieder empfinden muß, bis lnen er in feiner äuffersten Verlegenheit sich von neuem uns zu JEsir, als ein gäntzlich armer Sünder, wendet, her- und in seinem Blute die Vergebung und Reini- rafjrt gung von denen ihm noch anklebenden Sünden em- suchet, oder die noch an sich befindende Unlau­ben terkeiten sich abwaschen laßt, welche er vormals rrch noch nicht erkannt, und die ihm allererst in dem .15. Licht GOttes entdecket worden.

au * (3) Wegen der Ausdrückuug von dem stillen riss- warten erklären wir uns also: Daß man GOtt 'ffen nicht vorgreiffen solle noch könne; daß man so >ren gar durch dre am besten gemeynte eigene Wercke )eil. und Willen nichts zuwege bringen möge, fon- stal. dern sich nur selbst dadurch viele Schmertzen ver- . 22. Ursache. Doch hassen wir hierbey , wenn man alm sich fälschlich stille halten, und über die Schwach- t so heit und Elend klagen wolte, und zwar wegen r in folgender Ursachen : Weil man nicht will; weil nsch uns die Sache nicht anstehet', und weil uns die wen subtile Fesseln der Liebe zur Ehre, Gemachlich- -ill; keit, Lust und Meichthümern dieser Welt noch der gefangen halten. Solche Menschen leben dem sich Evangelio und Zeugniß von IESU zur Schan­den de, und vertäugnen mit der That die Trasse iefes der Gores ei igkeir, wovon sie äußerlich einen sich- Schein darstellen. GOtt bestimmet uns keine ooht Zeit, wann er uns helffen wolle; sondern eine gar gute Hoffnung und ein aufrichtiges warten