W ( 28 ) <SS
sie sich Wohl tausenderley Übungen und Relnl» gungen eingebildet haben. Bey uns kommt alles gar < darauf an, daß man in dem versöhnenden und recht das Hertz reinigenden Blute des Heylandes einen er in guten Grund geleget habe; daraus muß bey uns zu J die Verläuguung und Nachfolge JESU her-» und vor 'kommen, welche alsdenn Leben und Krafft gunc hat , und lediglich darin bestehet, daß wir dem- suche jenigen leben wollen , der für uns gestorben terke und auferwecket ist , Massen wir darzu durch noch seine Liebe gedrungen werden, r. Cor. j-/14.15. Licht
2) Anlangend die Schmelyungen und Läu- ü eerungen der Seele, die man aus unfern Schriff- VO*
ten oder Redens »Arten gezogen und verworffen nich>
hat, so fft unser Sinn dieser, daß die wahren gar
Gchmeltzungen und Läuterungen in der Heil, und
Schrifft ihren Grund haben. Man sehe Mal. dern
3,3. Jerem.6,29.zo. 9,7. Szech.rr, 21.22. ursa
Zachar.iz,-. Zes.48,io. Dan.l2,io. Psalm sich!
66, lo.u.a.m. Und diese begreiffen wir nicht so heit
sehr in der ersten Bekehrung , als vielmehr in folg,
der Heiligung; es sey nun, daß der Mensch uns
solche Dinge an sich hat, die er nicht übergeben subt
und gäntzlich in den Tod JESU begraben will; keit
oder auch , daß er sich selbst in dem innersten der gefa
Seele noch nicht recht kennet; oder daß er sich Evc
an der Gnade versündiget, und den Frieden de,
mit GOtt wieder hat entbehren müssen. Dieses der
find die Ursachen, worüber der Mensch gezüch- Sck
tigtt, gestraffet und überzeuget wird, ja wohl Zeit
gar guti