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das Reich zu geben; also ist es auch Mit diesem kleinen Theil der einigen wahren allgemeinen Birche Christi ergangen. So klein, so unvermö­gend, so gedruckt, ja so unbekannt sie immer seyn mochte, so war es dennoch der Wille des HERRN nicht, daß sie vergehen solte. Denn da es durch die Göttliche wunderbare Führung unsers guten Hirten geschähe, daß einige Brüder und Nachkom­men dieser Flüchtlinge, in Mähren, Gelegenheit be­kamen, sich den Drangsalen der Römisch-Catholt'- schen, unter welchen sie so lange geseuffzet hatten, zu entziehen, und unter dem Schutz des Herrn Grafen von Zinzmdorff zuversammlen; so erinnerten sie sich der ehemaligen glücklichen Zeiten ihrer Vorfah­ren, und begonten ihre vorige Kirchen-Zucht unter sich wieder aufzurichten. Da hiernachst obgemelde- ler Herr Graf ihrem gethanenen Ansuchen, ihr Vor­steher zu seyn, Platz'gegeben hatte; so sparete er keinen Fleiß noch Muhe, um diese Gemeine mit der in Sachsen blühenden Gemeine der Evangelisch- Lutherischen durch ein so genaues Band der Freund­schafft und Liebe zuverknüpffemals es nach Beschaf­fenheit beiderseitiger äußerlichen Rituum und Kir­chen - Difciplin sich thun lassen wolte. Dieses Fe- lung ihm auch dergestalt, daß die Gemeine derBöh­mischen und Mährischen Brüder noch bis diese Stunde zu Herrnhurh mit ihrer besondern Ver­fassung und Kirchen-Zucht, mitten unter einer Lu­therischen Gemeine, gantz friedlich und in Ruhe zu allgemeiner Erbauung lebet. Nachdem sie nun mit ihrer vor der Welt verachteten und für etwas son­derliches angesehenen, von wahren Nachfolgern des A 4 HErrn