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HErrn JESU und seiner Apostel aber befohlenen, und in der Ausübung unendlich geseegneten brüderlichen Gemeinschafft, der Welt von neuem in die Augen fielen, und durch ihre Feinde sehr verhaßt vorgestellet, gelästert, und vieler groben und lubtilenJrrthümer beschuldiget wurden, auch davon das Gerücht an den Churfürstkichen Hof gelangte; so ward von der Hohen Landes-Obrigkeit derSchluß gefastet, die Gemeine im Jahr 1732. durch eine Königliche Commiflion untersuchen zu lassen.
Diese nahm zwar einen erwünnschten Ausgang, es äußerte sich aber gleichwohl neuer Widerspruch, daher ihr Vorsteher, gedachter Herr Graf, sowohl zum Behufund zu Rettung der Brüder, als auch zu Verhütung mehrerer Auflagen, für nöthig befand, durch die löbliche Universität zu Tübingen sein und seiner Gemeine Glaubens - Bekänntniß im Jahr 1733. untersuchen zu lassen; welches auch würcklich darzu gedienet hat, daß diese Universität einunpar- theyisches und günstiges Refponfum zum Vortheil dieser Gemeine von sich gegeben.
Weil aber dieses noch nicht hinlänglich war,, um die wider dieselbige ausgesprengte und überhäuffte Lästerungen zu dämpften; so ward von der Hohen Landes-Obrigkeit die Entschließung genommen, im Jahr 1736. nochmals eine ansehnliche Deputation sowohl an die weltliche als geistliche Personen, nach Herrnhuch abzuschicken. Und nachdem die Gemeine nebst ihrer Verfassung und Kirchen-Dilciplin sowohl, als ihrer Lehre, aufs gründlichste untersucht war; ji> ist endlich darauf erfolget, daß diese Gemeine