hat derselbe dadurch das Geheimnüs er­langet, seine Schriffren in der gantzen Christen-Welt, bey allen Religionen und Secten angenehm und erbaulich zu ma­chen ; und doch dabey in der Römischen Kirche, worinnen ihn die Göttliche Vorse­hung hat lassen gebohren werden, als ein Heiliger zu sterben.

Im Gegentheil, so ist der bekannte Car*aer

Drppelius , sonst Chriftianus Democrirus, des D* -

von einer gantz andern Gemüths-Be- schaffenheit gewesen, ob er gleich an ni Gelehrsamkeit, tiefer Einsicht und mun­terer Beredsamkeit jenem nichts mogte nachgegeben haben; sein Hertz aber war voll von seiner eigenen Weißheit, er g fiel sich darinnen sechsten wohl; der Ruhm feiner dlosen Frömmigkeit hatte nichts vor ein Gemüth, das nach ausserordentlichen Dingen trachtete; Er wolte der Urheber einer neuen Secte heissen; dieser Gedan- cke schmeichelte seinem Hochmuth weit mehr; Er war zwar ein Protestant gedoh- ren, aber er fände auch in der protesti- renden Kirche noch viele Dinge, dawider er protestirte; Er hatte hierinnen eine leich, te Sache: Fehler sind bald zu entdecken, aber schwer zu heben; Der Christen Wandel war nicht nach der kehre Christi; man drung eifrig auf den Glauben, und in denenWercken bliebe man todt.Dippel fän­de hier genug zu erinnern; er hätte thun B 4 kön-