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darin hätte man Recht; dieser hat alle Laster civilifiret und artig gemacht; allein sich unter einander zu versammlen, um sich zu erbauen, zu lesen, zu singen zu beten; das schickt sich in der That nicht wohl vor Leute, die da wollen zu leben wissen. Ja wohl: eS würden gefährliche Neuerungen geben,wenn die Leute wollen anfangen recht fromm zu werden. O Zeiten l o Sitten 1 r.) So werden die Leute dadurch nicht so wohl vom öffentlichen Gottes« Dienst abgezogen , als durch die leblose Predigten, die man zuweilen in deiien Kir­chen höret; und durch die überaus schläfri­ge Andacht der meisten Zuhörer, derer viele nur scheinen da zusammen zu kommen um der Gewohnheit ein Genügen zu thun, oder ein geputztes Angesicht zu zeigen re. So wenig aber die Schuld davon einer Kirch­lichen Versammlung,an und vor sich selbst kan beygemeffen werden: so wenig ist t$ auch denen Privat-Versammlungen zuzu­schreiben ; wen darüber einige Leute sich dem öffentlichen GottesßDienst entziehen; denn diese beyde Sachen haben unter sich kei­ne Verbindung, als ob derjenige, der das eine lhut, das andere lassen möste. ES kan einer den ganhen Sonntag in die Kirche gehen, und doch hernach in seinem, oder in seines Nachbarn Haufe die Bet-Stunde halten. Es ist zwar z.) nicht zu läugnen, daß je zuweilen durch B * der-