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de zu tragen hätten , mit allem Glimpff uns nach der Liebe urtheilen , ihre Schwachheiten nicht immer aufoecken, noch vielweniger einer gantzen Gemeine dasjenige beymessen sollen, was die Glieder noch mangelhafftes und gebrechliches an sich hätten ; daß sie allenthalben die Wölffe wohl unterscheiden müften von denen Schafen ; daß sie mit denen Schwachen Gedult haben , und auch gute Absichten und Meynungen sollen gelten lassen; im übrigen aber GOtt um Vermehrung seiner Gaben beständig anfiehen, und sofort.
Viti. Um auch diesen guten Leuten noch Was marr mehr Anlaß zur Vereinigung mit der Ge- nek aus" me * ne geben, müste man, aus Christ- Christ!. CondefGenden^ , ihnen eine völlige Conni- Gewissens »Freyheit gestatten; also, daß ventz vor sie, nach ihrem selbst eignen Gutdüncken, sie chlltt ihre Versammlungen, wann, wo und wie sie wollen, halten , und sich dazu ihre besondere Lehrer, Eltesten, Vorleser und dergleichen wehlen mögten; nur mit dem eintzigen Vorbehalt, daß sie sich dabey als ehrliche Bürger und Einwohner betragen, und Wöchentlich einmahl den ordentlichen Prediger ihres Kirchspiels, oder einen andern, wann sie zu diesem gar kein Vertrauen hätten / bey sich, in ihrer Zusammenkunft, eine Predigt oder Rede sotten thun lassen. Doch müste diefte
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