der Böhmischen Brüder rc. 15

Hnie, und bettete von gantzem Hertzen, daß Gott seine Hand über dieses Haus halten wolle; sprach ihnen auch ein Hertz ein, und versicherte sie der Gnade und Treue GOttes. Weil aber einer von diesen Brüdern der Reformirten Religion zuge< than war, entstünde damals gleich eine grosse Versuchung unter ihnen, indem es von der Gna- den-Wahl hefftige Strittigkeiten setzte, und die Lutherisch-gesinnten Liml-men (dann in Mähren find die Gemeinden halb Lutherisch, halb Refor- mirt unterrichtet) sich in dieses Erkanntniß gar nicht finden konnten, noch wollten. Der Bru­der aber, der es behauptete, machte damahls ein wichtig Werck daraus, und so wäre die Bruder- Liebe bey nahe unterbrochen worden. Es konnte auch weder Herr ^.Schaffer, noch Herr Rothe, noch der Herr Graf diese Sache heben, biß end­lich der liebe Vatter vom Himmel durch Gewin­nung einer Reformirten Stands-Person, und die täglich vorhaltende Erweckungen der Seelen, jenem L. Bruder andere Beschäfftigungen, und mithin die übermäßigen Bilder oder lcleen aus sei­nem Gemüth trachten. Doch ist dieses der Grund gewesen zu einer aufdem Reichs-Tag M Regenspurg vergeblich gesuchten, und hier würck- lich zu Stande gebrachten Union der Reformir­ten und Lutherischen Religion.

20.) Obige Standes-Person war der junge Herr von yduevuu , welcher mit dem Herrn Gra­fen in Halle vor 7. Jahren üuöieret hatte, der kam aus Franckreich, wo er sich zu Paris einige Jahrebatteaufischallen, und hernach seinen Vet­ter,