iS Vorrede.

Endlich die Nachricht von allerley zu Beförde­rung des wahren Christenthums dienlichen Leut- schen Büchern anlangend, so halte ich solche für eine vielen nöthige, vielen nützliche und vielen an­ständige Sache. Und kan ich noch, wie ich hoffe, etliche erleuchtete und in denen Wegen GOttes erfahrene Männer erbitten, künfftighin ihre Ge- dancken mit beyzufügen, was bev ein - oderan­derem Buch zu erinnern seyn möchte, es seye nun, daß man in einem sonst guten Buch für etwas mit unterloffenem anstößigen zu warnen, oder ein oder andere Materie ins besondere zurs- commcnäiren oder einige Anmerckungen mit bey­zufügen hätte u.d. wird solches von so viel grös­serem Seegen seyn.

Uber dieses habe iH noch zu erinneren, daß schwerlich in jedemStuck von allen obenangeführ­ten Materien Proben fürkommen werden,sondern ich habe mit dem Titul und dieferVorrede nur zei­gen wollen,wie weit sich meineAbstcht erstrecke und worzu ich von redlichen Seelen (die ich darum innstandigst erbitte,) Beytrag verlange.

Wie ich nun zu dem lieben GQtt hoffe, Er werde diese meine geringe Arbeit so reichlich und mehr geseegnet seyn lassen, als irgend eine meiner bißhero an das Licht gestellten Schrifften; also werde ich auch alle darauf verwendende Zeit für sehr wohl angelegt halten.

Eben dieser unser GQtt und Hryland aber gebe uns Gnade/daß wir hier in der Zeit sein Guaden-Reich nicht auffrr/ sondern innwendig m uns suchen und finden und

«nS von Ihme bereiten lassen, dereinstens würdig zu werden/ einzugehen in sein ewiges Glvri-

Rech. Amen/ r.Letzte

Io.Frid. Gmel/ns, U.C. $x

i.Cor. i.v.8.9. Phil.2. v.iz,n. Theff. z. v. 3. 4 - f.

**** iv. Es komme darauf an, daß seines Gei­stes Sinn gegenwärtig was rechtschaffenes vor demjenigen heisse, der die Hertzen for­schet; so könne ich dann so gewiß seyn, daß wann ich nimmer betten oder meine Seelig- keit selbst schaffen kan, mich der Heil. Geist sodann aufs beste vertretten werde mit un­aussprechlichem Seufftzen, so wie er weiß^ was meines Geistes Sinn seye. Röm. 5 . v. 27.28. Er solle dem Mann nur gleich seyn, der ein Haus bauete, und tieffgrube, und legte den Grund auf einen Felsen; Ob sodann gleich ein Gewässer kommen werde, undderStrom zu dem Hause zureiffen, wer­de es sich doch nicht bewegen , dann es auf einen Felsen gegründet. Luc. 7. v.48. Im letzten Kampff seye die Gnade, darinn ich so­dann stehe, was MamiUibeles, das nicht möge mehr verlohren werden: In selbigem spreche Christus , allen seinen und meinen Feinden Trotz mit den Worten Joh. 10. v. 28. Nie­mand soll mir mein Schäfiein aus meiner Hand reiffen: Sodann komme das Kämpf- fen mir weiter nicht zu, sondern Christus ha­be alsdann den Kampff alleine auszufechten, und nach aller Herrlichkeit seines Nahmens mich als sein Eigentbum zu vertheidigen: Wir sollen indessen nur stlll seyn; der HErr werde für uns streiten, und sehen, was für Heyl der HErr an uns thun werde. r.Mos.