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wohl in demselben herum gespieletworden, so pflegt man sol­ches wiederum auszuspeyen.

2->) Einen ZITmbt und Zahn-Balsam, oder viel­mehr Aromatische Tincrur, deren Kraffte in nichts anders von dem Opiate abgehen, als daß sie, bey hartnäckigen Fällen besser durchdringet, und insonderheit ungemein kühlet und be- vestiget, weswegen sie mit dem Opiate zugleich gebraucht wird, und zwar eine kleine Weile darnach als das Opiat ap- pliciret worden. Man nimmt von dieser Tinctur 45. bis 50. Tropffen zu einem paar Löffel voll Salbeyen oder Löffelkraut- Wasser , oder i. Loth in einem Schoppen von beyden genan­ten Wassern eines, gurgelt den Mund damit wohl aus, und hält es eine kurtze Zeit darinnen, damit es besser wnrckcn mö­ge. Um bloß zu Erhaltung eines guten Zahnfleisches aber werden beydeStücke in der Wochen nur - .oder mal auf oben gezeigte Weise gebraucht. Es sind von beyden Stü­cken Glasier zu 2,. i.mid \ Gulden zu haben.

3.) Ein antiskorbutisches Unguentum oder Sälbgen wider den Scharbock,Mundfäule, hitzige Blattern am Zahn­fleische, Zunge, Gaumen, Lippen und Backen, geschwolle­nes, blutendes, schleimicht und schwehrendes Zahnfleisch rc. Man braucht dieses des Tages so offte als möglich, und solle es auch ro. bis 30. mal geschehen. Indem man mit einem von zarter Charpie, oder ausgefesseltcm Mußlin gemachten Pinsel dieses Sälbgen an den schadhafften Ort wohl an- streicht, ohne den Schmerzen zu scheuen, welcher sich bey der­gleichen Kranckheiten allezeit zu äusscrn pfleget. Bey ftarck zunehmender Besserung aber braucht man es des Tages nur

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