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Genauer Bericht

Von der ergentlrchenBenennung/ den Nutzen/ Gebrauch» und preist derer Aryeneyen/ um den Mund und die Zähne im guren Stande zu erhalten/ mancherlei Lranckheiten derselben vdrzuksmmen / oder dieselben zu heilen.

r.) Ist zn haben eine Opiate / welche für ein mit wäfferichten,und scharffen Feuchtigkeiten angefülltes Zahn­fleisch, es kühlet, lindert, zertheüet; und weil es zugleich aus wohl untereinander moderirten balsamischen, anziehenden und sarcotischcn Theilen bestehet, so ist es auch gut das Durch den Zahnstein, Gebrauch der Salivations-Cur, und andereZufälle zurückgetriebene oder loßgemachteZahnfleisch wieder wachsend, und nebst Den verknüpfftcn Zähnen veste zu machen. Es wäre dann, daß ein hohes Alter, oder gar zu schwächliche Leibes-Beschaffenheit dessen kräftigen Wür- ckungen allzustarcke Hindernisse in den Weg legten. Es ist hierbey wohl zu mercken, daß, wann bieZähne sehr mit Stein überzogen oder sonst unrein wären, solche zuvor durch einen geschicktenMann müssen gesäubert werden. Welche Reini­gung so viel zu sagen hat, daß ohne solche, das Opiat, oder was es vor eine Arzeney sey, nicht im Staude ist seine obgentelte Würckungen zu leisten. Dis Opiat wird 8. oder io. auch wohl mehrere Täge wann es die Umstände erfordern nach einander und zwar Morgends und Abends auffolgende Wei­se gebraucht. Man nimt eine Zahnwurzel, welche in Form eines Pinsels zugerichtet ist, und daucht solche in das Opiat, und bestreicht damit aussen und innen das Zahnfleisch, und wenn es dann einige Minuten in dem Munde behalten, und

B * wohl