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sich unter so viel tausenden kaum einer finden will; es stehet doch wohl zuvcrmuthcn, die Natur werde bloß um Lhrentwillen nicht von ihren allgemeinen Grund -Reguln abweichen.
Es muß also eine andre Urjache geben, und ich glaube die Haupt-Hindernisse gesunden zu haben, welche dieser Kunst sin Wege stehen , daß sie sich noch nicht gleich andern aus der Niedrigkeit erheben können, worinnen sie bisher gestecket; die erste ist nur eine Schein-Hinderniß, oder ein aus Unüberlegung herrührendes Vor -Urtheil, welches leicht zu heben. Denn es seynd viele der Mey- uung , die Zahn - Txunt! sey allzugeringe und in allzu enge Schrancken etngeschlossen, als das ein Mann, der alle Gemüths-Krasste in gutem Antheil besitzt, sich Zeit Lebens damit behelssen, und seinen Fleiß mit Ruhm darauf wenden könne ; Man wird aber bald anderer Mey- nung werden, wenn man nur die erst kürtzlich benennten Wissenschafften und Operationen überlieset, welche erfordert werden. Da wird sich genug zu thun finden. Will ich im Otzeriren vollkonnnen werden, so muß ich Einsichten in die Chirurgie besitzen , dann bey Ausübung erstgedachter Kunst finde ich alles im Kleinen, was dorten im Grossen vorkommt. Die Zadn-Runst ist eine der schönsten Theile der Chirurgie, wer will aber einen Theil vollkommen kennen , der nicht beym gantzen angefangen l Will ich weiter gehen, so habe ich genug Zeit anzuwenden , bis mir die im weitlaufftigftcn Verstände genommene Anatomie und Medicin selbst anzeigen , wie ich nicht nur artig, sondern auch sicher operiren soll.