-f W ) o ( M '

Franckreich hat uns in diesem Jahr hundert unter so vielen Zahn - Künstlern einen Kuchardt hervorge­bracht , dessen Schrifften zu Paris und Berlin ans Licht getrettcn, und zum genügsamen Beweise dienen können , wiewohl dieselben noch mehr um ihrer Neuigkeit , und des unermüdeten Fleisses ihres gelehrten Verfassers , als des hier und da noch ziemlich mangclhafften Inhalts derselben, und der nur mit der grösten Vorsicht zu gebrauchenden darinnen angezeigten Mtttelwillen hoch zu schätzen.

Was hat aber das grosse und mit so vielen vortreffli­chen Leuten ungefüllte Teutschland in diesem Stücke bis­her anders vorzeigen können, als Leute, deren gantze Ge­schicklichkeit in einer seichten und aus vieler Perjohnen Un­glück gezogenen Erfahrung, einer Menge wohl und übel ausgeristener Zahne, und einem des Pöbels Ohren betäu­benden Gefchrey, bestanden.

Die leyder! häussrg hier und dort am Tage liegende traurige Beyspiele, zeigen zur Genüge, welchen Nutzen das gemeine Wesen hievon ziehet:

Solte denn noch keiner auf die Gedancken gerathen. seyn, daß die verschiedene und bey dieser Kunst erforderte Operationen etwas mehr sagen wollen?

Die Zahne kunstmäßig, und ohne sie zu verderben, reinigen, feilen, absondern, in ihre rechte Ordnung brin­gen, bevestigen, brennen, ausfüllen; ihre Schmertzen stillen, oder sie mit Behutsamkeit und zu rechter Zeit aus- ziehen; andere sowohl denen natürlichen ähnliche und

durch