unter eine davon genommene Copie schreiben lassen; c.) daß bey die­sem unterschriebenen Atcelkac gar kein Tag nochMonath, sondern allein das Jahr, exprimirt zu finden: d.) daß die formaiia der Unterschrifft in dem Original:

in fidem Protocoili Hochgräflich - Leiningen r We- sterburgische Kanzley allda,

m Ansehung der Handschrisst eine grosse Achnlichkeit mit der Oopie fab I46.I haben, wie jedermann beyderenOomparation wahrnehmen wirb; welcher Ulnstand um deswillen um so mehr zu apprehendiren, weilen die Denunciatin Agricola in ihrem Verhör fab |74d c. unter andern auch dieses mit einfltessen laßen,

der Herr Hoftath habe Das Gräflich - Leiningen, Westerburgische Siege! im Haus, und könne sol- ,, ches aufdrucken, wenn er wollte rc.

welche Umstande dann zusammen genommen, zumalen inUeberlegung dessen, was mit dem Protocoil fab |i6d sich zugetragen , wenigstens

so viel opsriren, daß man etwas behutsam verfahren muß, und bis auf weitere Untersuch- und Erkundigung, diesem Zeugen -Verhörs- krotocoll nicht so schlechterdings denjenigen Glauben beymessen kann, welchen sonst Protocolla judiciaiia verdienen;

2.) was hiernächst den Umgang der beeden venunciaten anbe­langt, welchen sie, nachdeme sie aus dem 8 encKenbergischen Haus ge­kommen, mit einander noch immer gehabt, ingleichen, daß sie bey der Charmantitt und Seitzin beysammen iogiret, daraus wohl kein gegrün­deter Verdacht eines verbottenen Lommercü zu nehmen, da eines theils Überhaupts nicht abzusehen, warum Personen, so neben einander ge- dienet, nicht sollten einander besuchen, oder auch wohl in einem Haus zugleich logircn können, wie die Agricola selbst in ihrer Verhör fad

Tjl \ ganz vernünftig zu ihrer Entschuldigung angeführet; andern

-Heils aber noch besonders dieses den beeden venunciacen zustatten kom­met, daß sie nicht auf einem Zimmer beysammen gewöhnet, sondern bey der Charmanttn der Bredekaw oben in einem Zimmer , und die Agricola bey ihr und ihrer Tochter, hingegen in des Bierbrauer Reust sens Haus diese in dem Hinterhaus bey der Seitzin, jener aber bey dem Reußen selbst sich aufgehalten,

vid. 18.1 fol. 85. b. & jS^ fol. 42.

wie denn auch die Seitzin weder von einem vertrauten Umgang, «och von einem heimlichen Verständnüß gegen den Herm Senckenberg, etwas verspüret zu habe«, atreftiut,

vid. j 5-1 fol. 40. b.