z, ReH.Ja! als sie zu der Agrkoia gesprochen: Nein!

Katharina, das kan ich nicht thun, weilen sie nemlich den Herrn niemals bey ihr in der Kammer A) gesehen, so habe diese Agrkoia geantwortet:

Wannsieihr, Comparentin, einen Richter schicke,

und sie nicht erscheine, so wollte sie sie schon anderst krigen rc.

Bey welchen Bedrohungen dann die Denuneiacin Agrieola gar nichts Unerlaubtes oder sträfliches begangen, da ja bekannt genug ist, guock

ceftes etiam inviti ad ceftificandum cogi poffint, folglich alle (ubornatio & corruptio teftis, mithin auch das angeschuldigte Lrimen falfi, gänz­lich verschwindet, teftis enim non cenfetur lubornatus, fi rogatus fit, vel monitus, ut verum teftificetur, fed requiritur, ut pretio & auro corru- ptus fuerit, ac venale teftimonium habuerit;

Farinac. Qu$ft. LXVII. Num. 266.

Add. DD. commun, ad Tic. Dig. ad L. Corndiam de falfis.

B) Betreffend das denunciirtC Complot, welches die Agricola und bcrßredekaw wider den Herr« Denunciancen gemacht haben sollen,

1 .) der angefthuldigte Lmiliaire und verdächtige Umgang derselben in dem 8enekenbergifchen Haus gehörig nicht erwiesen worden, ge­stalten a ) aus demjenigen, was die Soldaten-Frau, Wagnerin, in ihrer Aussage gemeldet, nemlich, daß der Schreiber Bredekaw zum öfftern in der Agricote Kammer des Abends ein- und ausgegangen, um so weniger einiges indicium zu erzwingen, da diese Zeugin selbst

zugleich bekennet, sie habe doch von keinem etwas Unrechtes gesehen rc. ___

Vid. |£d b, fbl. 4*

Hingegen 2.) bey dem Grünstädter Zeugen-Verhör, 5 ub l H wann auch gleich dasselbe als ein examen in perpetuam rei memoriam inftitutum für gültig zu achten , und die Lxeeption, daß solches corarn judice incornpeteme vorgenommen worden, in gar keine Oonftderation zu ziehen wäre; dennoch folgende Umstände vieles Nachdenken verur­sachen, a.) daß der Herr Denunciant diese Zeugen, nemlich Herrn Philipp Ludwig von Candin, Cavalier bey Herrn Grafen von Löwen­haupt, und Johann Peter Stumpf, Venvalter daselbst, nicht vor der Hochgräfltch - Löwenhauptischen Canzley zu Reipoltskirchen, alö ihrem fero ordinario, abhören, sondern von Reipoltskirchen nach Grünstadt kommen, und daselbst vor Hochgräflich -Leiningen - Wester­burgischen Canzley examiniren lassen; b.) daß derselbe das Atteftat gedachter Hochgräflich - Löwenhauptischer Canzley, wegen des Wohl­verhaltens ernannter beeder Zeugen, nicht unter das Original, sondern