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am Mayn, in sein ehegemeldtes Vaterland und Geburts-Stadt genommenen Abreise, von Einem Hoch- wobl-Edlen, Gestreng-Vest, auch Fürsichtigen Hoch-und Wohlweisen Nlagistrat daselbsten bei) eben of­fen gestandener Occafion Anna ditto im Monacy Junio vor andern Hochgünstig conkcrirt und anver­trauet worden, das Ihme abgelegten Eydee-Pflichten nach auch dermassen angeleget gewesen, daß Cr aus sonderer Liebe und Begierde vor die Wohlfahrt des Vatterlandes und Christliche Religion, W auf den letzten Blutstropffen zu fechten, und zu streiten, ehender sein Leben lassen-als solches verlassen wollen, in stätigem Betracht undErwegung der seinigen Uhr-Eltern, Kayserl.Majestät indem Heil. Römische Reich jederzeit treu geleisteten Diensten und seines Vettern als Leiblichen Vaters zu Worms, endlich le­digen Standes verstorbenen Bruders Johann Christoph Areola mit von dem höchlöbbCondM des Hrn. Grafen und z. Freyherrn Merbali, sovomTürcken auf einmahl niedergesäbelt worden, in Anno 1652. aus dem Feld getragener und gebrachter Gedächtnüs, so Er Hr.Fändrich seel. auch in dem erwiesen, da Er sich mit dem Ober-Rheinischen Regiment unter Jhro Gestrengen Hr. Hauptmann Völckers Com­pagnie jn offene Feldschlacht begeben, und seine Ihm anvertraute Stelle redlich vertretten. Wie dann solches alle hohe und niedrige Otlicie« selbsten-und die gantze äoldateica Ihme das Loh geben, möchten allefammt wünschen, daß Er noch im Leben wär, mit einhellig-ausdrücklichem Vermeiden :1Wie daß Er sich in allen Kriegs OccaNonsn, wie einem ehrlichen und tapfferen Kriegö-oKcier gehöret und gebühret, also verhalten, daß Er wohl mericiret, in die Kirche mit sondern Soknnkaten geleget und begraben zu werden, zumahlen nachdem es dabey nicht allein verblieben, sondern Er sich auch zu einem seel. Ende, mitEmpfangung des Heil. Abendmahls und täglichen Geistlichen Betrachtungen, Gebäk und Geistlichen Gesängen darzu würdig gemacht, und sehr wohl bereitet, wie Er dann auch mit mir gern gebetet, sich recht Christlich bezeuget, und seine Anflößung mit Gedult erwartet hat, welche wohl mercksam.ich am Tage Pauli Bekehrung als den rsten lanuani Mittags zwischen n. und 12. Uhr, in dem Htcn Jahr weniger 21. Tag, io. Stunde seines Alters erfolget, da Ihme der Allmächtige GOtt das Zeitliche ins Ewige verkläret, und Ihn durch einen sanfften und seel. Tod aus dieser zerganglichen Welt in die ewige Seeligkeit versetzet rc. rc. rc.

^lro. 6.

Articuli Probatroriales.

Art. 1.

^.^ohr, daß der Hr. ProdmÄu; durch Hrn. Zeugenohnlangst der Producemlu zu Ihrem Abstand 200. fl. bieten und dabey, sagen lassen, daß sie zu Straßburg niederkommen solle, oder sich nach- dingen als Haußhältern begeben könne.

An» t,

Wahr, daß aus deme, wasvondemHrn. ?roduÄo zu Ihme Hm. Zeugen inder Sache ge­redet worden, die von ersterem befchehene Schwängerung, klar am Tage.

NB. Wobey Hr. Zeuge, was derHr. Produttu5 noch weiter dieser Schwängerung halber Ih­me offenbahret, zu befragen, und was für am 29. Julii a. c . in Oberrode paffirte Umstände bey Herrn Zeugen angezeiget-und um Obrigkeitliche Hülffe angeruffen worden.

Art. z.

Wahr, daß Zeuge auf seinen theuren Eyd und bey Verlust seiner armen Seele, ewigen Heyl und Seeligkeit, nicht anderst sagen könne, als daß Er und sein damahliger Camtrad am 17 . Jan a. o. in der Nacht durch einen Lermen in des Hr. Produtti Magd Ihrer Cammer aufgewachel-ünd der schreven- den Magd zu Hülf kommen wollen, aber als Er und fein Camerade herunter kommen, und seines mit der Magd sich herum taumeldten Hrn. Stimme gehöret, ausFurchtvor dem Hrn. wieder zurück gegangen.

. Art. 4.

Wahr, daß Zeuge des Morgens früh damahlen des Hr. Produßi Wachslicht in der Magd- Cammer-und der Magd Ihr Oellampe in des Hrn. Zimmer angetroffen,

soll bey seinen Eyd und ewigen Seeligkeit gestehen, was Er weiter vor verdächtige Sachen von seinem Hrn. und dessen Magd gesehen oder gehöret,

An:, j*

Wahr, daß als Zeugin des Morgens um 4. Uhr am 27. Jan. a.c.in desHr. Ptodu<AiHauß ge­kommen, welcher damahl noch gefchlaffen, ihr die Magd Agricola mit weynenden Augen geklagt, daß Ihr Hr. Sie heum Nacht zu seinem unkeuschen Willen gezwungen, und Ihr dabey ihren Leib, welcher von dem vielen Niederwerffen blitz blau gewesen, gezeiget, auch sie selbst noch des Hr. Produtti Pantoffel, Schlaf- Mütze und Wachslicht in der Magd Cammer angetroffen, und sie so gedauret, daß sie selbst mit wei­nen müßen.

Art. 6.

Wahr, daß Zeuge am irten Jumi a. c. als Bothe mit der Producenün nachMayntz gehen müs­sen, weil selbige sich befürchtet, der Herr, welcher Ihr einen Brief geschicket, dörffte sonst übel mit Ihr verfahren, weil sie von Ihm schwanger.

Art. 7.

Wahr, daß als Zeuge mit Prodotenrin zu Mayntz gewesen, und der Hr. Produftus selbige an dem Churfürstl. Garten, in.Ihrem schwartzen Kleid gesprochen, Er nahe dabey gestanden, und aus

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