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Nro. 5.
Perfonalia.
^erWeyl. Wohl-Edler vest-und mannhaffter Hr. FändrichJohann i^edor Azrlcola nun, ist & Anno i6f 1, Gambstagden rsten Febr. auf diese WeltAbmdsumy.Uhr, wievorhero vermeld, in der Kayserl. Freyen Reichs, Wahl-und Handels-Stadt Franckfurt amMayn von vornehmen Eltern gebohren. Sein Vatter ist derWohl-Edel Best und Hochgelährte Hr. Johann Jacob A^ric»- la> beyder Rechten Licemiatus, letzthin gewesener Hochfürftlicher Pfaltz- Spanhcimischer Rath und Cantzley-vireÄor zu Birckenftld. Sein Großvatter ist gewesen, der auch Wohl-Edel, Bestund hochgelahrte Hr. Iolisnn AAricola »beyder Rechten Dodor und des Hochlöbl. Kayserl. Cammer - Gerichts zu Speyer verordneter Advoeams und Syndicus, verschiedener' Chur - und Fürsten, absonderlich Jhro Churfürstl. Durchlaucht, Hertzogen Georgs und Johann Georgs zu Sachsen rc.rc. rc. für sich und in
zu Sachsen-Weymar, dann auch Herrn Johann Philippen, für sich und in Bormundschafft Ihrer Fürst!. Durchlaucht Hrn. Gebrüdern, aller Hertzogen zu Sachsen, Jülich, Cleve und Berg, Landgrafen in Thüringen, Marckgrafen zu Meißen, Grafen zu der Marck und Ravensperg, Hrn. zu Ravenstein, und dann Henneberg, auch vieler anderer vornehmer Stände des Heil. Römischen Reichs, der Fürsten von Braunschweig und Lüneburg, bevorab auch der vorher wohlgemelten Löbl. Stadt Franckfurt und Straßburg, als welch letzterer Er bey Aufrichtung der Löbl. v-üvertirat, wie die publica pro- clamau in Mehrern bezeugen, ein großer Beförderer .und Löblicher Aulbor dahin gewesen, daß selbige alle A<äusPromotionis vor andern verrichten mögen: iDie Großfrau Mutter von Bätterlicher Seiten ist gewesen, die Wohl-Edle, Hoch-Ehr und Tugendreiche Frau AZarba Lbriftina Jeckelin , Weyl. des auch Wohl-Edlen, Gestreng und Vesten Juncker Johann jeckeis, mir Weyl. der auch Wohl - Edlen Höchst-Ehr und Tugendbeqabten Frau A^arba Gbriff ophoraRheinerin erzielt hinterlaßen gewesener Tochter. Sein des Hrn. Fänderichs seel. Mutter, die Wohl-Ehr und Tugendreiche Frau Anna Clara, Weyl. des Wohl-Ehrmvesten Hoch-und Wohlgelahrten Hrn. Caspar Heinrich Raschkens, surium Can- ditati mericiflirai & Caufidici ordinär» ac jurati in Franckfurt, dann auch Hochgraffl. Hanauischer Frau Wittwe verordnet gewesenen Raths und Advocacens von Hauß auß/ hinterlassene Tochter, wclches Raschkische Geschlecht, die hohe Gnad gehabt, daß Weyl. Hr. Christoph Ludwig Raschk, zum Rittcr- stand ebenfalls erhoben, Hr. aufSagnitz, Baletz und Stackeburg, Königlicher Majestät und der Cron
t chweden Geheimer Hof-und Kriegs-Rath,^>es Evangelischen Bundes Affftor, und bey demNieder- hsischen Kriegs-Heer beZamr geworden. ' *
Die Großmutter auf Mütterlicher Seiten ist gewesen, eine Rater seel. einer aus d«r Lost. Franckfurter Frauensteiner
gebohrne Stahlin, Bahmens Clara, deren Vater . . „ ^....
Gesellschafft gewesen. Vorher gedachte beyde liebe Eltern haben Ihn Hrn. Fandrich seel. dem Bade der H.Tauff, wodurch Er in die Kindschafft GOttes getretten, auf und angenonunen, vermittelst des Wohl-Edel Gestreng-Best und Hochgelahrten Hedoris auch Advoca» und Pamdi Fr?.ncofartenfis seel. zeitlich befördert, Ihn auch hernach durch GOttes Hülfe und fleißige Auferziehung so weit gebracht, laß ob auch gleich seine liebe Mutter seel. ihme zeitlich in der GraffschafftNeuenwied, als wo damahls >ey dem Hochwohlgebohrnen Grafen u nd Herrn, Hrn. Friederichen zu Wied, Runckel und Hrn. zu Isenburg, sein so lang GOtt will, noch lebender Vatter, die Rath und Amtmanns-Stelle vertretten gehabt, auch also frühezeitig abgegangen , ja mit rechter Betrübnüß Dero gnädigen Frauen, einer ge- whrnen Gräfin von dem alten Hause Leiningen-Wesierburg, diese arge Welt gesegnet, und daraufDe- ro verblichener Leichnam, der Kirchen zu Hettesdorf, allwohin die Hochwohlgeb. Frau Gräfin aus sonders Zu Ihr getragener gnädiger Affedion nun auch, nachdem Jhro Hochgraffl. Gnaden solchen des Tages vorher sechsten, mitZuziehung Dero Adelichen Frauenzimmers, in das Leichbar gelegt gehabt hatten, das Geleite in Person gegeben, anbefohlen und einverleibet war, Er doch des Teutfch und lateinischen Lesens, Schreibens, und Rechnens, ziemlich kündig gemacht worden, wie nicht weriiger in der Gottesfurcht und rühmlichen Tugenden so zugenommen, daß als dessen lieber Hr. Vatter die Vocation zu der vorher besagten Hochfürstl. Pfaltz-Spanheimischen Raths und Cantzley-viredors Stelle zu Birckenftld überkommen, Er Hrn. Fändrich seel. dem damahligenWohlverordneten Hr. dt. dt. Hoffmann und Redori Des wohlbestellten Gymnafii zu Trarbach an der Mosel, anzuvertrauen kein Bedencken getragen, auch keine Kosten gespahret, bey welchem und worinnen derselbe auch solche Profedus erreichet daß es ihme keine Last mehr, sondern eine Freude gewesen, hernach das Gymnafium Francofurtenfe zu frequentifen, und darinnen alsoiang zu beharren, bis sich zugetragen, daß Er, wiewohl fast unwissend seines lieben Vaters in Anno 1668 den 10. Tag Martii zu dem Hrn. Capitain Repmacher gekommen, bey welchem derselbe die Gelegenheit gehabt, sich der Forriücarionr Kunst und des Kriegs-Weesen in der Pfaltz indem Löbl. Amt Altzey, dann zu Oppenheim, Manheim und der Orten mehr, zu erkündigen, und denen vorgelauf- fenen Schlachten beyzuwohnen, worinnen Er es auch nach Ausweis und Vermög seiner darüber habender Gchrifftlicher Scheinen reftlmoniaiischer Urkunden so weit gebracht, daß, wo Ihn Jhro Churfürstl. Durchlaucht zu Pfaltz nicht selbst zu Dero Regierungs-Cantzley seiner schon geführten Handschrifft halber, für tüchtig erkennet und ernennet gehabt hätten, vorlangst des Fähnleins würdig geschätzt worden wäre, welches Ihme dann auch noch nachzu Heydelberg den ^teti Junii 167;. erfolgten Heyrath mit der Viel-Ehr und Tugendreicher Jungfrauen Anna Maria Topften, des Ehrenvesten und Wohlvornehmen Hrn. Nicolai Topft»', Hochgraffl. Hanauischen Waßer-Zolls verordneren Auffehers und Nachgängers Eheleiblichen Tochter, und sammt Derohin wieder m Anno 1674. den iten F«br. nacher Franckfurt
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