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Und wie kan Er seiner so sehr vergessen, des Hrn. Scabini von L?rsne«.<xcellcnz dermassen ju jnlulkiren/welche doch sein Promoror zu seiner Raths-Grelle gewesen, und weßfalls Er Hr^ Senckenberg seinen Wahltag in seinen Calender nociret hat l Daß nun die unschuldige Agricola,, w^il sie mehr Ver- nunjst und Ehre im Leib gehabt, die Sache sogleich nicht an die große Glocke hangen- sondern Ihre und seine Ehre-soviel möglich schonen wollen, dadurch hat sie zwar gezeiget: Daß sie von.gmer Herkunfft undköucarion seye; Allein es.lstJhr diese gutelnrcmion sehr Übel bekommen, daß Mr Zaudern dein Hr. Senckenberg Zeit gelassen, mit seinen lmriguen Ihr zuvor zu kommen , und daß'Jhr vvriger'P^ /tclvocaru! Caafar, die Sache nicht sogleich bey dem rechten Ort angegriffen; Mithin Er dadurch Gelegen­heit gefunden: Ob hatte sie falloriekes wieder Ihn erkaufen wollen, sie in den Verhasst zu bringen; In welchem Zustand dann jetziger vcKalor sie erst angetroffen. ^ . !

Daß die Agricola endlich an des Hr. Senckenbergs Bruder den Hrn. OoÄorem ^le<licinL ge­schrieben, Ihm Ihren krtalen Zustand entdecket, und die Sache in der Stille abmachen wollen, dardurch hat sie ebenfalls gezeiget, daß sie ein bonne«» Gemüth habe: Daß Er aber hiebey meldet; Es hätte» des ältern Hrn.Äurgemeisters Lxcellenr, diesen Hrn. Dochorem ^eclicin-r Senckenberg in Abwesenheit des Hrn. Gegners, zu einer DanraÄtone tuper boc Crimine per Negotiorum geftionem verleiten wollech solches ist eine schändlicheOlumnie; sondern vielmehr aus dem tten und rten Beweist-Xrnculo bekand, daß die gütliche Offerten mit Hrn. Senckenbergs Wissen und Willen geschehen.

tzuoad §. 19. Ist also kaffllllmulv; Daß Hr Hofrath Sellckenberg von diesen gütlichen Tra&aten. und daß solche wegen derNothzucht und Schwängerung geschehen, nichts gewußt. Wie dann des Hrn. Burgemeister VON L.«raerr Excellenz, der Agricola eben deswegen ein eigenhändiges Schreiben mit nach Mayntz an Hrn. Hofrath Senckenberg gegeben, welches Ahme diese am Gallhoffzu Mayntz einge- handiget. ^'

Es haben auch des altern Hrn. Burgemeisters Excelfenz vor sich daraufbeharret,'daß die ^gn. oola, wenn der Schreiber Kredekavf sie heyrathen würde, mit Ihme in Franckfurt bleiben solte, sondern die Agricola hat es anderst nicht thun wollen, und der Schreiber hak sie auch anderer Gestalt nicht heyra­then wollen, als wann eine genügsame Aussteurung geschehe, und sie inFranckfurt im Schuh und zu ei­nem Stück Brod kommen könten; und eben deswegen hat die Agricola zu andern Etabhilements an an­dern Orten sich nicht verstehen wollen. /

Daß Er nun bey andern Herrschafften, durchLügen und falsche Vorspiegelungen, die Agn. colam inVerhafft zu bringen gesucht, solches beweiset'sein böses Gewissen je mehr und mehr; Dann man Jbme in Franckfurt die luftiz nicht versagt, und wann man diesesgethan hatte, so würde Eralsein Rechtsgelahrter schon Mittel gefunden haben sich zu helfen.

Und sind es also einfältige Excuien. ,

Quoad § j o. Hat sich Bredekavr niemahls beyfallenlassen, einen willigen Hahyrey abzugeben, und wenn die Heyrath wäre zum Stand gekommen, Er würde dem Hr.Senckenberg den Kitzel undMsche- rey schon vertrieben haben;

Ja wenn die Agricola im Ginn gehabt hätte,,seine des Hrn. Senckenbergs Concubine abzuge­ben, so hätte sie nur darein willigen dörftn, an einem fremden Ort in das Kindbett zu kommen-und das Kind dorten erziehen zu lassen, wie Er Ihr rotier-zuoner angebotten.

Er redet hiebey, 'sein Wille wäre gewesen, die Huhre in einem frembden Territorio auspeit­schen zu lassen. Da Er doch, als ein Rechtsgelehrter vielmehr gelernet haben solte, daß eine Frauens- Person, welche mit Gewaltgenothzüchtiget wird, Ihre Ehre nicht verliehre-und keine Huhre genennet- und eben deswegen nicht gestrafft werden könne:

L. 5.3.^7. ff ad Leg. Jul. de Adult.

. LAUTtRBACH Gplleg. Pttöic. ad 'ÜL. S. eod. §; 40.

CARPZOV P. 4. ©onftit. jo. def. 9. & P. 2. tir. 1 4 . def. *37. n. i. & def. Z)8. n. i. Und daß einem Nothzüchtiger die peinliche Halßgerichts-Ordnung das Leben abspreche :

Lonffit. drirn. 0 aro 7 . Att. 119.

Der Hr. Senckenberg schämet sich hiebey nicht, qufdas von Ihme unterm 21. 22.23. Sc 24. kebr. ,747. erkünstelte falsche Protocoli zu kommen, wodurch Er sich ZUM Ecksario dargestelt. Jm- maffen das Löbl. vffcium Lxammstorium ein für allemahl nichts, davon weiß; Demselben auch d-'ßsalls unwiedersprechlich aller Glauben bepzumessm ist, und im Gegentheil der. böse Verdacht, daß Er seine Nothzucht dadurch colonren wollen, wieder Ihn aufdas kräffti^ste milinret, weilen das falsche Proto- (olium 311 seinem rave«, erkünstelt ist/weil es aller LVahrfcheinlichkeir und gesunden Vernunsst schnür stracks zuwieder lauffr/ und weil der Notarm Tnbm ttftannbus Aäis bereite beschworen har/ daß der Hr. Senckenberg Ihme kein c» A»-/ von des Löblichen officü Examinator» Hand ad decopiandum vorgelegc/ sondern die Senckenbergische eigene Hand; Womit also die Genckenbergische Bcyla- gen mb 11g P sc ü hinmeg fallen.

c)uoad §. 21. Kommet Hr. Rath Senckenberg aufseine listige Denunciation, wodurch Er der

Agricola Nochzuchts-Klage zuvor gekommen, und vor dem Unqewitter gelautet, vorge-, bende: Sie habe falsche Zeugen wieder Ihn erkauffen wollen. Hiebey scheuet Er sich nicht, mit größter Lff onrene des damahligen Hrn. Burgemeisters von Lersnm Excellenz fälschlich zu beschuldigen, seine Lxcelienz hatten den Vortrag gethan: Er Senckenberg hatte sich mit seinem Schreiber verschwäaert; milM seye am l oten jul» 1747. ein schimpflicher und ur seiner Überführung den Grund setzenderScböf- ftn-Raths Bescheid ergangen: Gr Solle