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Leben seye, und seine Condition durch die gütige Manier viel gelindert worden, auswelche er durch ErlaudnußSr. Rußischen Majestät gehaltemwird; er soll während solcher seiner Einsamkeit Kriegs- Anmerckungen über die beste Ar ten geschrieben ha» den, so in den Kriegen milden Türckcn andTar- tarn sich begeben, alswovoncrinCommandirrmg der Rußischen Armeen gegen solche Völcker sich eine gute Erfahrung erworben.

Stockholm, den 6. Novembr.

Der Provincial-Arzt in Smalanb, Herr Doktor Unbeck, welcher sich viele Muhe gegeben, die ei­gentliche Ursache und Beschaffenheit der hin und wieder im Schwange gehenden Horn-Vieh-Seuche zu ergründen, und darwider dienlicheMittelaus- sindig zu machen, hat nunmehro aus vielfältiger Erfahrung gelernet, daß das beste Präservativ- Mitte! darinn bestehe, wenn man dem Vieh am Halse die Ader öffne, ein halb Stop (Stope ist un- gefthr so viel, als eineordeutkiche Bouteiüe) Blut dabey abzapffe, und nachhero 4. Loth Salpeter in ein achtel Stop Wasser eingebe, womit man Tage fortsahren, und nach Verlauf von 14.Tagen

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öffnet, dabey ein kleines Spitzglaß mit Brande wein, und in dem Salpeter r.Löffel voll vom pul. veristrten und fein gesichteten Ziegelsteinen einge­geben werden. Er verbietet dabey vor allcnDin- gen, daß das Vieh nicht in einem warmen Stall stehen soll, indem die Erfahrung ihn gelehret, daß die Cur nicht anders anschlage, als wann dieselbe in sreyer Luft verrichtetwirv.

Embden, den l0. Novembr.

Man vernimmt mit Verwunderung, daß will vorgegeben werden, daß die auszurichtende Prciis- sische Handlungs-Compagnie allhier keinen Fort­gang haben würde, weil unser Häven, nach ge­nauer Eramination, bey hoheiii Wasser nicht mehr als 5. Fuß tiesbesunbenwordcn. Dieser Grund falsche Satz ist am besten dadurch widerleget, daß im Monat August dieses r/sosteii Jahrs, das Schiff, König Friederich, rgo. Lasten groß , mit seiner vollen Ladung r s Fuß tiefgehend, uni» die Unie, ein Grönlands-Fahrer, r 50. Lasten groß, im verwichenen Septeiiibr., gleichfalls mit seiner kapung, in unscrm Havcn eingesegelk sind, und das crstbcmelte Schiff nechsiens wiederum ansse- gelen werde-

Turin, den,4. Novembr.

Da man an Ihrer Königlichen Hoheir der Frau Herzogin vüirSavoyen merckmahten wahrgenom» men, daß dieselbe sich in gesegnetem Stande befin­det, so verspühret man hierüber bey Hofe grosse Freude.

Copenhagen, den 17. Novembr.

Bey Hose werden jetzo die Apartements fortge­setzt. Jhro Majestät die Königliche Frau Mut» ter, werdendemVcrlaut nach bis nachDero hohen Geburts-Tag auf Hirschholm bleiben. Heute sind Jhro Ercellen; der Herr Feld-Marschalt, Graf von Schulenburg, mit ihrem Gefolge wieder- hier eingetroffen. Der Herr Major Tanberg bey dem dritten Syvenfieldischen Nativnal-Regi- ment Dragoner ist auf fein Ansuchen in Gnaden verabschiedet, hingegen der Herr Capitain Mohr- sen zum Major, und der Premier-Lieutenant Heyer zum Capitain erhoben worden. Gestern legtesich das Chinesische Schiff, die Königin, auf hiesiger Rhede, und wird nebst dem Schiff Chri­stiansburg nächstens nach China unter Segel gehen.

Festenberg, den >8. Novembr.

Heute früh um 4. Uhr sind nach einer ansgcstan» denen abzehrenben Kranckheit selig verschiebe», die Hochwürdige Hechqebohrne Gräfin und Frau,

8 au Sophia Helena -..Gräfin von Reichendach, anmncsse von Herford, Sr. Ercellen;, ves doch- würdigHochgedohrnen Grafen undHerrn, Herrn Heinrich Leopold Grafen von Reichenbach, freyen Standes-Herrn in Schlesien, Erb«Herrn der freyen Standes-Hcrrschafft Goschütz-Fcstenberg und derer Güter WürgsdorffundHalbeiidorffacar. Sr. Königlichen Majestät in Preuffen General- Landes-Postmeister in Schlesien, und des hohen Johmmiter-Ordens-Ritrer rc. llnsers gnadigstre- gierenden Grafen und fttyen Standes -Herrn, äl­teste Comteffe Tochter. Dieselbe sind gebohrcn 17;°. den 27. May, und wurden 173«. den Ls. Jan. zur Chanoineßin mit den gehörigen Ordens- Zeichen und Poffeßion in das Hochfurstiich-Frcy« weltliche Stifft Herford ausgenommen , haben Ihr Alter gebracht auf Lo. Ja.hr, 6. Monat, und werden den ao. Novembr. in der Stille beygcsetzet werden.

Donaustrvhm, den > 8 Novembr.

Man höret jetzo wenig mehr reden von dem streitigen Geschäfft wegen des Patriarchats zu Aqnileja, doch weiß man, daß die Ambassadeurs der Republik Venedig an auswärtigen Höfen ein grosses Wesen daraus mache», und sich auf alle Weise bemühen, solhane Höfe in das Interesse