Erecutionen, sollen dem Lande einen. Schaden, heynahe von > so. tausend Livres zugefugrt haben.

Elb-Strom, den 24. April.

Rach den Briefen aus Petersburg, werden die aufs neue beorderte Rußische Regimenter, m der Mitte desMay-Monats, ihren Marsch nach kiefland antreten, und überdem noch einige tau- send Mann aus der Ukraine und anderen Pro- vinzen, dahin desiliren, wozu noch 4-tausend Co. sacken und Calmucken Kossen sollen, so,' daß die« ses Jahr eine ansehnliche Macht sich allda ver- sammlen, und bey aller Gelegenheit stets bey der Hand seyn würde. Wer aber das Commando en Chef über diese Armee bekommen wurde, sol­ches sey noch nicht zu erfahren gewesen.

Rieder-Rhein-Strom, den -6. April.

Nachdem die Vorsteher der Indianischen Com­pagnie, endlich bey der Versammlung derer Her­ren General-Staaten die Untersuchungen, wel­che sie wegen denen oftgedachten dreyen, durch den verstorbenen Gouverneur, Hrn. Baron von «Imhof, weggenommenen Spanischen Schiffen, begehret, vorgetragen, haben Jhro Hvchmogen- de, dem in dem Haag sich befindlichen Spani­schen Minister, einen Entschluß über verschiede­ne , von dessen Hof eingegebene Memorialien, überreichen lassen, welcher folgendes Inhalts ist: Daß die Crvne Spanien im geringsten keine Ur- ttHLLM,..>M.en, diesen brey SKffcn^ Klagen tung, der zwischen beyden Nationen bestehenden Traktaten, weggenommen, und vor gute Beu­te erkläret worden sind. Anbey ist diesem Mi­nister auch ein: Abschrift, von denen, durch ob- gedachte Ost-Indianische Compagnie, eingeleg­ten Untersuchungeli, eingehändiget worden.

Paris, den *6. April.

Neulich wurde ein Automate, oder selbstgän- giges Uhrwerk, von dem Hotel von Monaco, nach Versailles gebracht. Der König wolte es sehen und wissen, auf welche mechanische Artda- durch Worte gesprochen werde» könnten. Um desto sicherer dahinter zu kommen, lieffeo Jhro Majestät die Maschine aus einander nehmen. Sie sahen alle Stücke, und fanden, daß der Er­finder desselben, zu Nachahmung der Menschen- Stimme, ein Schallmeyen-Rohr angebracht hat­te, welches durch einen Blasbalg spielend ge­macht wurde. Die Worte wurden durch einen ßilynder formiret, welcher die Lippen bewegte. Den Ton der Menschen- Stimme, ähnlicher zu machen, bediente er sich eines Keren Fasses, wel.

ches so gestellet war, daß es mit den zwey andern Stücken correspondirte. Um dem Könige zu zei­gen, wodurch er die Maschine gängig machte, wies er Jhro Majestät, eine kleine Büchse, u«d erklärte den Gebrauch derselben. So einfach dieses Werk ist, so vergnügt bezeugten sich Höchst- Dieselben darüber, und lieffen dem Erfinder die­ses mechanisches Stücks ein Geschenk reichen.

Von Langonet, in der Abtey Citeaup, und dem Gebiethe von Quimper, vernimmt man, daß ei­ner, Namens Heinrich le Corps, in der Mitte, des verwichenen Monats an einem Wolfsbiß, nach einer Raserey von 24. Stunden, gestorben sey, während welcher Zeit er sich alle StugenMi» r- cke verstellte, als wenn er unten am Bette den Wolff sähe, der ihn verschlingen wollte, ob er gleich schon den 2/sten Deeembr. 17s j. gebissen worden. Bey diesem Zustande mochte er gerne Wein trinken, so bald ihm aber Wasser gereichet ward, bebte er und gerieth in krampfige Bewe­gungen. Man ist für drey andere Personen sehr besorgt, welche von selbigem Raubthiere gebis- sei, worden, daß sie auch sterben dörften, ob sie gleich, wie dieser Heinrich le Corv gethan, Hülss- Mittel gebrauchet haben, die sonsten bey derglei- chen Fällen gut sind.

Dresden, den 26. April.

Seit etlichen Wochen sind verschiedene ffracht-

Ä i mit Königlichen Gütern nach Warschau

Ä Eoppenhagen, den 27. April.

Als Se. Majestät, der König, am vorigen Dienstage zu Pferde, und in Begleitung einer zahlreichen und ansehnlichen Suite von Cavaliers, sich von hier nach Friedrichsburg erhoben, gcru. heten Allerhöchst Dieselben, bey dieser Gelegen, heit, die Leib -Escadron von der Leib-Garde zu Pferde, die sich eben vor hiesiger Stadt in den m allerhöchste» Augenschein zu nehmen. An selbigem Tage legten Se.Hochgräfti. che Excellenz, der geheime Rath im Conseil, Hr.

Graf von Berkentin, im Namen des Königes, den Grund Stein zu einer neuen Dänischen Kir­che. Selbige wird in der Färber - Straffe, ne. den dem sogenannten Wartou, oder grossen Ar. ^"°Hüuse, aufgeführet, und wird nach vollen- detem Bau, den andern hiesigen Stadt-Kirchen an Grösse und Schönheit, nichts nachqeben. Heu« te sind die beyden Compagnien von Sr- Königli. che» Hoheit, des Erh.Prinzen Friedrichs, Regi­ment, welche die Garnifou itt Nyborg ablöse» sollen, dahin abmarschiret. v 8