Handlung mitgebracht, welche Jhro Majestät -er König mit einem vornehmen teutschen Hofe äuge« fangen. Dieser Courier' ist nach abgelegten Drief- schafften und darüber gehaltenen Überlegung von den Lord-Regenten den andern Tag nach Hannover Wieder zurück geschickt worden.

Prag, den 14. Octobr.

Seit der jüngsthin allbier geschehenen Land- Tags-Proposition, ist hiesiges Ministerium be- schafftiget, über die anverlangende Kayserl. Kö­nigs. Postulata zu deliberirennrnd demAüelchöchsten Landes-Fürstl. Begehren ein vollständiges Genü­gen zu leisten. Bon denen in Böhmen liegenden Kaysett. König!. Regimentern treffen täglich Com« mando hier ein, welche verschiedene Rochwenbig- f eiten vor selbe abführen. Dieser Tagen ist aber- rnahl die monatliche Geld-Rimeffa von hier nach Wien abgeführt worden. Die Werbungen wer­den allhier noch beständig fortgesetzet, und wird Mancher schöner Mann enrokliret.

Dreßden, den is. Octobr.

Schon den ii. dieses sind Jhro Königliche Ho« Leiten, die PrinzenFaverius und Carl, von hier abgereiset, um beyden Majestäten, ihren König­lichen Eltern,bis nach Pforten entgegen zu reifem woselbst der Prämier'-Minister', Herr Graf von Brühl, die Königliche Herrschafft empfangen und «einige Tage bewirthen wird.

Haag, den 16. Octobr.

Der Marquis de St. Contest, Ambassadeur der kröne Frankreich, hat am Montag dem Herrn Marquis del Puerto, Ambassadeur der Crone Spanien, folgenden Tags dem Herrn Baron von Reischach, und gestern dem Mylord Hvldernes, Kayserl. und König!. Ungarischen und rcsp. Groß- drittannischen Ministern bey dem Staat der verei­nigten Niederlanden die Ehre gethan, bey selbi­ge» auf einem dazu angerichteten prächtigen Gast- rnah! zu erscheinen. Se. Ercell. erwarten noch ei­nige Equipages ausFranckreich,uiib wird esdan- rienhero bis in den folgenden Monat November gnstehen, ehe denn Jhro Ercellenz den öffentli­chen Einzug hier halten. Der König!. Preußische Hofrath und Gesandtschaffts - Secretair, Herr kommun, hält seit einiger Zeit mit der Regierung vffters ausserordentliche Conferenze», wozu dem Vermuthen nach die neue Handlungs-Compagnie in den Preußischen Landen den Anlaß gegeben.Bon Hier ist ein Courier nach 800 abgcsertiget worden. Die verwittibte Fürstin von Nassau-Oranien, wel­che sich aufgedachtem Lust-Schloß annoch befindet, sehet zu Ende dieses M?üE von dannen wieder

Lenwarde, der Prinz Dero Sohn, welcher ai« Freytag und Sonnabend dein Geldrischen Landtag ruZükphen beygewohnet, führe von dannen der Samstags Nachmittags nach dem Bödeihof, ei­nem dem Herrn Baron van de Capelle gehörige» Lusthauß, eine Stunde jenseit der Statt gelegen» der Weg wäre mit Triumph -Bogen u nd kleinen Ca- nonen besetzet, welche Sr. DuM. zum Gruß z« verschicdmm malen tosgebranntwordm, aufdem Schloß hatte ermeivterHetr Baron ein herrliches Gastmahl anrichten lassen, welches Se. Durch!, mit Dero hohen Gegenwatt zu beehren und ein- zunehmen geruhet, auf welchem die Gesundheike» unter Paricken-und Trompeten-Schall getruncke» worden. Abends gegen 7. Uhr kehrten Se. Durch!, von dannen wieder durch Zütptze» nach Loo, allwa der Herr Grafvon Bentmck am Montag von sei­ner Herrschafft Doorewaart eingekroffen und voa beyden Hochfürstl. Durch!, und König!. Hoheiten aufs gnädigste empfangen worden. Der Herr Ge­neral von Hop vereiset heute von hier wieder zu­rück nach London.

Mergentheim, den i§. Octobr.

Jhro Churfürstliche Durchlaucht von Soffen* welche sich bey höchstem Woblseyn befinden, ha­ben wegen des den 9. dieses erfolgten l-oben Todes­fall Dero Durchlauchtigsten Prmzeßin Schwester, den 14-diesesdieTraueraufz. Wochen angeleget.

Bettln, dm 17. Octobr.

Nachdem der Königliche Polnische und Chur- Sächsische Gesandte dem Hofe kund gemacht, daß daßdie Königl.PvlnischeSuite und Bagage durch die Königliche Preußische Lande paßiren würde , io habenJhro Königl. Preußische Majestät den Be­fehl ergehen lassen, Jhro beyderseits Königlich« Polnische Majestäten und die sämtliche Suite an den Orten, wo Sie durchreisen, von Ott zu Ott, bis au die Chur-Sächsische Gräntze zu escorliren.

Aus den Niederlanden, den ro.Septembr.

In der Versammlung, welche die Stände der Provinz Geldern zu Zütphen gehalten, hat der - Prinz Statthalter alle Sachen in Bettest dieser Provinz auf den Fuß regMret, wie sie 16^75. un­ter der Statthalterschafft Königs Wilhelmi de» Dritten gewesen. Wie man versichert, soll zu­folge der bereits vor einiger Zeit genommenen Entschlieffung minmehro der Anfang gemacht wer­den, einen Canal von Breda bis an Merdyck zu graben, um von dannen durch den BiesBos nach Dorth fahre» zu können, welches zwar der Stadt Herzogenbusch grossen Tortthuir, hingegen den KanffhaOe! der MpMl? HMnh mit Praband,