Ans ist mit dieser Gelegenheit keine andere Nach­richt wn Bern eigenüichm Zustande LB Türcki- Lchcn Reichs SMgelauffe«, ausser, Saß die Absich­ten des aiten -Sultans augenscheinlicher Waffe» nirgend anders abMeren, als wenigstens seine kurze Lebens-Zeit über das mit denen hohen Christ­lichen Mächten obwaltende gute Derständniß un­verbrüchlich beyzudchslten, Welches noch deutlicher daraus erhellet, daß denen ebenfalls in mehr be­sagter Türkischen Residenz befindlichen König!. Franzvsisth- und Schwedischen Gesandten durch den Ottsmannischm Pramier-Ministre auf Be­fehl des grossen Herrn die umständliche Anzeige geschehen , wie sie wohl thun würden , wann sie ihren Höfen hmterbrachtea, daß man Abseiten der hohen Pforte jetzo gar keinebequeme Gelegen­heit fände, die Waffen ohne reiflicher Ueberlegung derer daraus entstehenden Folgen gegen die Chri- sicvheil zu ergreiffen, es wäre dann, daß Ruß­land und der Römische Kayftr selbst den ersten Anlaß zur ouvcrten Ruptur fourmrten. Nach, dem der Englische Gesandte, Herr Gmdskens auf Ordre seines Hofes der Kayserm Majestät, die Mittel und Weege angezeiget, wodurch sie ihre wit dem Preußische« Hofe noch obschwebende Ge­sandtschafts - und andern Disputes fordersamft heben tönten, so gründen sich solche besonders darauf, daß, weil Se. Großbrittannische Ma­jestät den Entschluß gefasset, die ebenfalls mit der CroiiSchwcdensbgeschwedteGesandschasts-Strel- tigkeiten m sothane Masse zu hchen , da schon ei- »er der ansehnlichsten Englischen Ministres de- «vmMiret worden, sich eu Ambassade nach Stock­holm m begeben, der König von Franckreich auch feiner Sei« sich ccfl&et, die Abschickung eines ansehnlichen Gesandtens nach hiesigem Kayserl. Hofe zu beschleunigen : als würde ein in solcher Absicht nach Paris abzuschükender Knees sich am beste« im Stande bestndm, durch seine baldige llefceifunft die noch abzumachende Disputes ins feine zu bringen. Sonst bemercket man aus al­le» Veranstaltungen hiesiges Kayserl. Hofes, daß derselbe sich gefaßt macht, denen so widtU an­scheinenden Nordischen Aspekten bey früher Zeit das Prävenire zu sprelen.

Barcellona, demk.Febr.

Wie man gewisse Nachricht erhalten, Affen sich 4- Algierische Raub-Schiffe anfden Spani­schen Cüsten abrrmahl sehen, mitdrmIusatz, daß sich dieselbigedene» Cüstenvvn Valentra genähert, und sich sogar unterstanden haben, eine Landung zu wagen, indem sie bey einem fast nnbewohnten

Dörsgen ans Land gesetzet, und aus demselben arme Fischer Mit sich in vre Sttaverey grschlWet hätte».

Rom, den ss. Februar.

Wir haben vön neuem eine llberschwemmrmg der Tiber ausmstchen, jndM dieser FW abcr- mahl aus seine« Ufferu gestiegen , und wrederum große Verwüstungen verursachet, mdcm viele Platze in der Stadt Mit Wasser überschwemmet sind , und derselbe in unterschiedene Kirchen ein- gcdrungen ist. Auf dem Land ist das Elend noch grosser, welches von der unfreundlichen Witte­rung vermehrt wird.

Genua, den ck. Februar.

Man vernimmt von der See-Seite gegenA- bend, Daßdie 4. Algierische Raub-Schiffe » wel­che vor etliche» Wochen zu Marseille Anckcr ge- wvrffen, und Vorrakh eingenommen hakten, sich gegen Weste« der Stadt Vintimiglia sehen las­sen, und eine Ehaloupe gegen die benachbarten Küste abgeschicket, aus welcher jo. bewasnele Türcken an das Laud gestiegen , und einige der Einwohner gesanglich Wegzufuhren, oder sich ei- niger BWte zu bemächtisen trachten: Allein die Bauren wurde« solches bey Zeiten gewar, lieffen deryhalben zusammen , sielten sich in eine Linie, und suchten die See - Räuber zn umringen: Als aber diese die Oesahr sahen, welcher sie sich Mof sielleten , giengrn sie eiligst in ihr Fahrzeug zurück, rntstrueten sich vpm User, und stiegen wieder an Bord ihrer Schiffe : Alle Gemeinden auf dreier Küste griffen hernach zu den Waffe», «nd stehen Tag und Nacht auf ihrer Hut, damit sie eine an­dere Landung, welche die Barbaren etwa auf ih­ren Küste» wagen borsten, verhindern könnten, sie werden auch die Waffen nicht niederlegcn, biß man zuverlaßrge Nachricht von der Entfernung dieser 4. Raub-Schiffe von dasigen Küsten ha» benwird-

Dreßden , den i i. Febr.

Dem hierangelangten Französischen Marschall von Löwendahl, ist nebst seiner Suite nicht allein ein ansehnliches dem Residenz-Schloß gegen über liegender Pallais.$nr Bewohnung vorbagrend sei­nes Sciorirs angewiesen, sondern esfähret besagter Herr Marschall fast täglich nach Hofe, allwv er auch jedesmahl mitzur Königlichen Tafel gezogen, und demselben sonst allerley Honneurs erwiesen werden, wie dann auch seinetwegen bey dein gegen­wärtig tief gefallenen Schnee prächtige Schlitten- Zährten angeftellet werden, wobeyderzweyteKö- .uigliche PrmzXaverins.nichtUnterlast, denHcrrn