München vernimmt man, daß der Chursurstliche Bayerische General - Adjutant, Herr Graf von Pomkau, nach Dresden abgegangen, um die Glückwünschunqs-Complimcnten über die Nieder- kunftderFraliChur-Prinzeßinchaselbstabzustattea.

Donaustrohm, den r». Januar- Man weiß, daß an verschiedenen Hofen die Sache wegen der Römischen Königs-Wahl sehr starck, und an etlichen mit gutem Farrgang getrie­ben werde.

Haag, den 11. Januar.

Der Hof hat gestern die Trauer wegen Abster- ben Ihrer Majestät der verwittibten Kayserin Elisabeth» Christin«, auf 6 : Wochen angeleget. Jhro Durchlaucht der Prinz von Braunschweig- Wolßenbüttel, ist von hier nach Rotterdam ab- gereiset, um das SchenLwmdige in dieser Stabt in hohen Augenschein zu nehmen.

Ein anders aus dem Haag, den > i . Januar. Es geschähe am Montag, als der Königlich- Spanische Ambassadeur, Marquis de! Puerto, Jhro Durch!. dem Erb - Stadthaltcr die solenne Visite gäbe, worauf den andern Tag der Prinz Erb -Stadthalter die Gegen-Vistte bey dem Am­bassadeur abstattete, wobey das Eremoniel eben so eingerichtet gewesen, gleichwie solches beobach­tet wurde, als dG König!. Französische Ambaffa- deur die solenne Visite dem Prinzen, Erb-Stadt- halter, und dc^Prinz hingegen dem Ambassa­deur die Gegen-Bißte gegeben hatte.

AVERTISSEMENTS.

Die Königlich-Preußische Asiatische Compagnie wird in diesem lauffenden i/zi. Jahr ihre erste der Ost-Indischen Schiffe von Emden nach Canton in China vornehmen zur Faciiitdt «uswarkigen Einwohnern hat die Compagnie dem Preußischen HofRath, Herrn Johann Friedrich Schmidt in Franckfurtam Mayncommiirlon auf- getragen, tzden m seiner Behausung inscribiren zn lasst», um bey solchem in bestimmter Zeit die Aetien, jede gegen Bezahlung ?qo. Rthkr. in alten Louis «iOr a c.zuempfangeu, die von Kr. Königlichen Majestät an dst Compagnie erlheilte Octroy ist gedruckt bey ihm t» haben.

Die uierauthorifirfen Coifeflores, Herr^Kna,. Johann JacobDieffenbach, Here Aew. Philipp Christoph Rordmann, Herr Johann David Chri­stoph Friede! Handelsmann, und Herr Johannes Westphak aühiersveniren, daßvie in ihre OolleKe gefallene zahlreiche Gewinnste der geendigten )te» Claffe privilegirtcr Reichs-Lotterie stnMich abge« höhlet werden können. Es stehen auch noch ganze» halbe, viertel und achtel Looftzur4ten Claffe, die den >. Mart, schon wieder angehet, - st. 15. zu Diensten, die nicht heransgekommene Loose müs­sen längstens und bey Verlust derselben den r». Febr. mit st. 4. renovirtstyn. Sin Looßzurcrsten Claffe hiesiger siebenden Armen- Casten- Amts- Lot­terie, kostet nur st. -. oder für alle3. Claffen p.Rthlr. Es bestehet diese wohl eingerichtete Lotterie nur aus Sora. Loosen, und gleichwohl ?n°. Gewinnste, folglich fast nurFehler gegen «.Treffer, weilso wenig Loose sind, und die Liebhabcrey groß, s» werden diejenige, so sich zu mwreüiren belieben, bald einkegen, Massen man hoffet mch eher als den 1 r. May die erste Claffe ziehen zu können, da die Loose schon stat'cken Abgang haben. Die Plans sind bet) obgedachtev Haupt -L»Ue>üsribti» gisri» abzuhohlen.

In Philipp Heinrich Hutters Buchladewaiifdem Pfarreiseu ist zu haben : Des allgemeinen Juristi­schen yterTheil.tot. ex.st. R.P.FndcricL

Spee Suc. JE'u, Cautio crinainaiis feu de Procefli- büs contra Sagas Liber Magiftratibus > ConfiUariiss, Confeflariis* intjuifitoribu*» Judicrbns r Advoca- tis &e, komme nece ffarias. 8. a 3 6 , kr. Adeliches Brief-Buch, enthaltend 300. wohl abgefassete Schreiben, sowohl inPrivaL-Angc'eaenhkitel! als auch in Fürstlichen Verrichtungen zum Gebrauch junger Herren von Adel und anderer Personen von Stande re.»von Herrn Carl Baron von Hohen- wald, nebst einem Wörter-und Titular-Buch. 8. Augspurg «75 k- 36. kr. Nnpatthcyische Erstick über Jnnstische Schrifften, 6 u% Stück. 8. Leipzig 175s. 8. kr. List und Liedes Begebenheiten des Sultanischen Pallasts, 8.»p. kr. Neue Berich» - te von Religious-Sachen, als eine Continua- tionder HänMischea, erster Theil- r. «731. r. kr.

Dieses Journal wöchentlich viermalbcy denen Serlmifche« Erben und auf allen Post - Wcmtm

K^mags, D ienstags, UeMgs und Samstags zu habe»»wirb aber bey Hr«. Serlm ausgegebe».