selbiger Ari zu verfertigen. C? wird aus Frieden?- dnrg-Schloß bereits sehr stark daran gearbeitet,man weiß aber nicht, zu welcher Svlennitat es eigent­lich bestimmet ist. Dieser Tagen sind in der Kö­niglichen Müntze ohngefehr 10000. Rtblr. zwölff Schillings-Stücke mit den Buchstaben nnd umher mit dem Titel geschlagen worden. Aufdcr andern Seite befindet sich das Königliche Haupt-Wappen auf einem Schilde mit der Königlichen Crone darü­ber, urch mit dem Bande des Elephanten-Ordens umgeben. Verwichcnen Sonnabend waren Ihro Hochgräfliche Excellenz der Herr geheimeRath von Moltke als Präses der Asiatischen Compagnie, in der hiesigen Compagnie - Versanunlung gegen­wärtig, worinnnen man sich über die Interims- Verwaltung der'Compagnie- Rechnungen berath- schlagte, bis bey nächster General-Versammlung -ein neuer Buchhalter an die Stelle des ohnlängst Verstorbenen Herrn Fäddesen gesetzet worden. Die West-Indische und Guinesische Compagnie hatden is. dieses abermals eins vonden Retour- Schiffen, des Eron-Prinzen Wunsch genannt, erhalten, wel­ches Capitain Reinholt von St. Thomas glücklich auf hiesige Rhede gebracht hat.

Dantzig, den rr. Julii.

Vermög Briefen aus Cronslot, ist die rndasi- gem Haven gelegene Rußisch-Kayserliche Escadre denL.Julii unter Segel gegangen, in 7. Kriegs- Schiffen von der Linie und;. Fregatten bestehend, selbe soll sich Anfangs nach Reval begeben, und allda durch eine g'eicheAnzahl-Kriegs-Schiffen und Fregatten vermehret werden, nach welchem diese beydeEscadren eine Tour nach der Ost -See thun sollen, um, wie man beständig sagt, die Mann­schafft indem See-Wesen zu üben , wie auch vori­ges Jahr geschehen.

London, den 24. Julii.

Man will die Nachr icht erhalten haben , daßdie Franzosen gegen Ende des May angefangen hät­ten die Insul Tabago zu räumen, dergleichen auch ohne Verzug mit denen Jnsuien St. Lucia und Dominico geschehen soll.

Hannover, den 24- Julii.

Da am verwicheneu Dienstag Des Abends das Wetter ungemein angenehm undStille gewesen: so ' w ist aufBefehl Sr.Majestat desKönigs in dem Gar­ten und vor denen Eascaden die Tafel zubereitet worden, woran Allerhöchst Dieselben milder Pri»- zeßin Maria und andern Hof-Damen öffentlich ge- speiset. Die Menge der zulauffenden Personen, welche den König wolten speisen sehen, waren hier­über sehr vergnügt, weil sie Raum genug hatten,

ihrem Verlangen ein Genügen zu leisten. Tages darauf, als am ersten dieses, wurden zu Herrn­hausen zwey Schauspiele in demGarten aufgeführh jede von einer Handlung. Die erstere davon sühr- tedenTitul: La Familie, oder das Geschlecht, die andere aber ward le BabiUa rd, oder der Plauderer benamt. Eben denselben Tag wurde ein fremder Unter-Officier und Werber, elngezogen, den-niaa beschuldigt, daß er sich eines liederlichen Weibsbil­des bedienet habe, einige aus unfern besten Leuten zu verführen und in fremde Dienste zu locken. Es stchtzn vermnthen, daß, im Fall er dieses Verbre­chen solle überführt werden können, der Gewalti­ger zu Hameln ohnfehlbar an diesem Mensche« ei­nen neuen Kostgänger und Sclaven in denKarren bekommen werde- Gestern Abends zwischen 6. und 7. Uhr kam der König von Herrenhausen auf hiesigem Schlosse an, woselbst sich Se. Majestät umkleideten nnd sich eine Stunde hernach in das Opcrn-Hauß erhüben. Die Prinzeßin Maria und der gantzeHofkam eine halbe Stunde nach demKö- nig ebenfalls dahin, und wurde sodann von Seiner KöniglichenMajestätnndHvchgedachterPrinzeßia Königlichen Hoheit der Ball erösnet. Zwischen io. und 11. Uhr hielte mau mitTanzeueinund be­gab sich zur Tafel. Zwei) solcher Tafeln stmide» auf dem Ritter-Saale für Se. Majestät und die Vornehmsten; s. andere aber befanden sich in de» Neben-Zimmern für diejenigen Masquen , welche zu speisen Lust hatten. Ausser dem wurden auch noch allen denjenigen Erfrischungen gereicht, welche etwasverlangten. Nach aufgehobner Tafel wur­de vonneuem getantzetund dabey sowohl die schön­ste Ordnllng, als auch andere fürtreffliche Anstalten beobachtet. Nur war die starcke und übermäßige Hitze etwas beschwerlich. Vorgestern trug fichs zu vhuweit dieser Stadt auf dem Felde, daß einer vondem Mähren bey seiner Ernd -Arbeit erstickte, und gestern fiel ein anderer von diesen Leuten, der um sich zu erquicken, den Krug an den Mund ge­setzt hatte, rückwärts übern Haufen, blieb auch so­gleich tobt liegen. Man hat diese beyden Tobten besichtiget, und wird, wie man sagt, die Verfü­gung gemacht werden, daßdie Arbeiter künftig in de» Morgenstunden früher, wie auch in der küh­len Abend-Zeit lang« bey ihrer Arbeit ftyn, in der heiffesten Mittags-Stunde aber ruhen sollen.

Ein anders aus London, den 26. Julii.

Es ist aühier ein Courier aus Hannover ange­langet, welcher den Tractat übcrbracht haben soll, der zwischen den beyden See- Machten und dem' Churfürstiichen Bayerische» Hofe erneuert worden.