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-estsrben, welche da? 11 ite Iaht ekkeichek. Ob­gleich diesen Sommer über bey Jhro Majestät des Königs Anffentbalt ausCarlsderg, und des Thron- Folgers aus Drontningholm, der hohe Senat nur wöchentlich z. Sitzungen zu halten, für gut erachtet, so werden dennoch die wichtigste Staats- und Cantz- ley-Geschäffte ungesäumt betrieben, wie dann die­selben nunmehro in gar keiner Erisi stehen. Man hoffet, daß dem Pubirco etwas von den Resultaten der friedfertigen Gesinnung dieses Hofes nächstens werde bekandt werden.

Madrit» den 14. Iulii.

Den 4ten dieses langten Jhro Majest. der Kö­nig und die Königin, in hiesiger Stadt an, und begiengcn sodann den Rahmens-Tag Ihrer Maje­stät, der Königin beyder Sieilien; An welchem Tage eine grosse Promotion vvrgienge, indem der König sowol verschiedene Hof- als auch Kriegs- Bedienungen vergäbe.

Rom, den i s. Iulii.

So viel Aussehen neulich der Ausspruch Bene- dicti des xiv. in der importanten Affaire von Aquileja dem Publico allhier veranlasset, so ist dasselbe seithero dennoch um vieles vergröffert wor­den. Denn es halber Ambayadeur der Republick Venedig zu diesem Vorgang nicht stille geschwiegen, sondern bald darauf an behörigem Orte wider die Ernennung einesVicarii Apostolici eine förmliche Protestation überreichet, der Päbstl. Hof aber hat selbige, wie leicht zu erachten, nicht angenommen. Gleichwohlen und ohnerachtet auch der Courier, welchen derselbe gleich nach erhaltener Nachricht von dem Aussprüche Sr. Pabstl. Heiligkeit an seine Republick abgefertigek, bereits wieder zurück ge­kommen, hatmehrbesagterBotschaffter die ehema­lige Bedrohung, falls ein widriger Ausspruch er­folgte, alsogleich die Stadt Rom zu verlassen, noch nicht in Erfüllung gesetzet, sondern vielmehr noch «inen andern Courier nach Venedig abgeschicket, welcher seinenPrtncipalen von deine, was inAnse- hung der Protestatron vvrgegangen, den Bericht überbringcn soll.

Genua, den 16. Iulii.

Die Republick hat den Schluß gefastet, die See- Macht zu verbessern, und es wird zum Dienst die­ser Republick wieder geworben, ja man gedencket verschiedene neue Regimenter aufzurichten. Bey dem Direktor der Spanischen Post sind wieder 100000. Piasters angelanget, daß er also würcklich anderthalbe Millionen in Vorrath liegen hat, oh­ne jedoch zu wissen, wozu diese Gelder gewidmet sind.

Ein ander? an? Stockholm, denn. Ink.

Letzt abgewichenen Sonnabend, als am i8. die­ses, Abends um l o.uhr, wurden Jhro König!. Ho­heiten, die Durch!. Cron-Prinzeßin, zur grossen Freude aller Schwedischen Einwohner, auf dem König!. Lnst Schlosse Drontningholm von einem wohlgebildeten Prinzen glücklich entbunden. Die­se Höchstangenehme Zeitung ward, nachdem ein Erpresser von gedachtem Königl. Lust-Schlosse zur hiesigen Stadt angekommen, anderthalb Stunden darnach, mithin gegen i r.Uhr in der Nacht, allen Einwohnern durch Abfcurung der zu dem Ende aus dem hiesigen Schiffsholm gepflantzten Stucken mit 256. Schüssen kund gemacht. Gleich darauf hörte man sowohl von dem grossen Marckt-Thum, als auch von dem Thurn der Teutschen Kirche, Paucken und Trompeten erschallen, wobey am letz- tern Okte auch das Glockenspiel sich hören ließ. WorgestrigenTages, als am 8. Sonntage nach Tri­nitatis, ward in allen Kirchen die Dancksagung Verrichtehund nach geschloffener Haupt-Predigt wieder von oberwehnten Kirch-Thmmernmusicirt, wobey man zugleich eine wohlgerathene Vocal- Music zu vernehmen hatte. Hochgedachte Jhro Königl. Hoheit befinden sich in Dero Kind-Bette bey ziemlich guten Kl äfften. Des neu-gebohrnen Königl. Prinzens Tauff-Aetus wird morgen Nach­mittag auf Drontningholm vor sich gehen, wobey Demselben, wie man vorlauffig wissen will, der Na­me, Friederich Adolph, beygelegetwcrd.n soll. Jhro König!. Majestät haben sofort nach erhaltener Nachricht, wegen der Geburt des Prinzens, den Durch!. Eltern Höchst-Deroselben Bey-Freude durch den Herrn Cammer-Herrn Jfenstiern auf ei­ne gar ausnehmende Art von Carlsberg aus, bezei­gen lassen, und gestern Abend in Höchst-eigener Person sich zur Erzielung eben dieser Absicht nach Drontningholm begeben. Heute bey frühem Morgen marschirten 600, Mann von dem hiesi­gen König!. Guarde-Regiment, unter klingendem Spiele, nach mehrgedachtem Drontningholm, um bey dem morgenden Tauff-Actu zu paradiren.

Coppenhagen, den ri. Iulii.

Auf der letzter» Reise Jhro Majestät des Königs nach den Jnsuln ist, wie schon gemeldet worden, auf Bregentwed ein kleines Feuerwerck von Jhro Er- cellenz dem Herrn Grafen von Mvltke veranstaltet, und von einem gewissen Jtaiiäner verfertiget wor­den. Da nun dasselbe Jhro Königlichen Majestät sehr wohl gefallen hat, so haben allerhöchst Die­selben an gedachten Künstler den Befehl ergehen lassen, ein grosses und prächtiges Zeuerwerck von