es wird dieser Zmtät zu gedachtem Hannover inkurtzem untcrzeichnetwerden.
Erkract-Schreiben aus Paris/den 16. Iulii.
Fastankeinem Ort in Europa Werden auf die Vorfallenheiten und Händel in der Welt mehr Re- flectiouen gemacht, als hier zu Paris: Einieder Um» stand an auswärtigen Höfen, einejedeBegebenheit im Eominercio, und ein jeder hoher Todesfall macht uns gleich aufmerckend, sonderlich/wannmanzum voraus stehet/ daß durch den Todesfall dieses oder je» «en grossen Monarchen grosse Veränderungen entstehen können. Aufdiese Art bedachtet man die beydealteKömgevon Schweden und Portugal je- rren, durch dessen Absterben vieles sich verändern kan, und von dessenTod der Krieg oder oderFrieden inNordenabhänget/ denKönig von Portugallaber siehetman als einen sterbenden Monarchen, dessen KöniglichesHaußundSucceßionfastaufdieNeM gehen will. Dann es sind in diesem hohen Haust zwar Kinder und Erben vorhanden, es sind aber solche noch nicht Cron-und Thron - Erben ; erstlich hatder KöniglicheCrvn-Prinj 4 .Töchter,aber keine männliche Erben, und die beyde Herrn Bruder des Königs Franciscus und Emanucl leben schon viele Iahreim geistlichen Stand, und befinden sich über das meinem solchen Alter, in welchem sie vielleicht an das Heyrachen nicht mehr gedencken werden, also daß man im Königreich Portugall weiter keine Pnmen;shlcn kan, als die zwey natürliche Söhne des Königs Petrin, und der natürliche Sohn des vorgedachten Prinz Franciscus, welcher diesen Sohngezeuget, ehe er inden geistlichen Stand geteerten ,und es mögte dieser letztere mit derZeit wohl das nächste Rechkzur Portugiesischen Crone bekommen, weil der König diesen Sohn seines Bruders erst diesen Sommer zu einem kegitimirten Prinzen von Portugall hat erklären lassen; unterdessen wäre dieses eine merckwürdrge Begebenheit, wanndie Königliche Succeßion in Porttigall aussterben, und das Königreich au Spanien fallen solle.
Dreßdeu, den Iulii.
Weil dieKorn-ruiL Waitzeii-Erndtedlirchgangig in den hiesigen Landen desgleichen ingantzDöhmen dieses Jahr dergestalt von GOtt gesegnet worden, als in'vielen Jahren nicht geschehen; so haben Ih- ro Majestät der König an alle Beamte Befehle ergehen lassen, daß au veucn ihnen bestimmten Or
te» die ansehnlichste Magazinen sollen angelcget werden. Mieden »enesten Warschauer Briefen ist nichts sonderlich neues eingelauffen, als daß man einen guten Anfang des bevorstehenden Reichstags sich verspreche.
Versailles, den 17. Iulii.
Das airsgestreute Gerücht, als ob der Groß-Mo- guk mit einer üdergroffcn Armee gegen Pondicherie und verschiedene andere unsrer Colouien, im Anzug seye, um dieselbe zu vernichten, wird ungegründet gehalten, weil die jüngste Briese aus Ost-Indien, unterdem Jamiarii dieses Jahr, hiervon nichts melden, ob gleich Briefe aus dem ForkSt. David, «uter den 17. Octobr. 174-. solchen Ruf ausgebreitet haben. Am Donnerstag hatten wir hiev und in dasiger Gegend ein grosses Wetter, welcher zu Paris gleichfalls sich geäuffcrt, jedoch mehrSchrc- cken, als Schaden, verursachet.
Hamburg, den L7. Julis.
Hier ist aus Amsterdam abermal eine ansehnliche Summe Geldes bey einem gewissen Kauffmamr angelanget, welche, dem Vernehmen nach, gewid» met ist nach Schweden wegen der Subsidien geschicktzuwerden.
Haag, den ry. Julis.
Man versichert, daßdieTruppen, welche nach Suriname abgehen sollen, den - r.AugustianDord und alsdann unterSegel gehen,wenn nur der Wind wird günstig seyrr.
Donaustrohm, den 30. Iulii.
Wie man vernimmt, werden beude Kayscrlich- KöiriglicheMajestäten bey Ihrer Reise nach Böhmen sicherst m.ch Inaim begeben, um einen Theil Truppen, dieinBöhmenihrQuartieruild daselbst ihr Lager sormirt haben, in hohen Augenschein zu nehmen, und alsdann das Artillerie-Corps bey Test nitz und das Lager von Czaslau besehen. Das Panduren-Regiment, so der verstorbene Baron vonTrenckcommandirt hat, und welches nun auf 3. Bataillons soll vermehrt werden, ist von der Kayserin Königin dem Herrn Budai, einem Ungarischen Edelmann, aufgetragen wordeu.Von Constantinopel vernimmt man, daß daselbst verschiedene Personen angebalten worden, welche est nenComplot gemacht denGroß-Türcken zuverpflichten einigen Christlichen Machten den Krieg anzu- kündigen.
Dieses 1 0 U R N A t tjl wöchentlich viermal bey denen Serlinischen Erben und auf allen Post-Aemtcr« Montags, Dienstags,Frevtags un» Samstags zu haben; wikd aber devHrn. Serlm.autgeseberr.