Briefe von Napoli sprachen mit der höchsten Achtung von dem Eifer, weichen die in Griechen­land befindlichen Franzosen für die griechische Freiheit beweisen.

Die Aufopferungen dieser Edle« löscht die Flek- ken aus, welche diejenigen dieser Nation im Solde des Pascha von Aegypten der National- ehre ankleben.

London, den 20. Dee.

Aus den Provinzen sind keine ungünstige Nach­richten weiter eingegangen, und was die Banquiers der Hauptstadt betrifft, so scheint das Vertrauen wieder vollkommen hcrgestellt zu seyn. Die Ein­wohner der Provinzen haben es gemacht, wie die in London. Sie haben Versammlungen gehalten, um über Maßregeln zu beratschlagen, durch welche der allgemeine Schrecken beschwichtigt wer, den könne

Der Courier sagt, daß die Bank genöthigt ge, wesen sey, Scheine von l und 2.Pfund auszugeben, weil es nicht möglich sey, die nölhige Summe in Gold zu schaffen. ^Dahingegen läßt die Negie­rung jetzt die Soveraings prägen, durch die dem Mangel an Gold zum Theile gesteuert wird.)

Nach einem unserer Journale war das Gerücht im Umlaufe, Lord Cochrane sey nach Griechenland abgereist.

Die südamerikanischen Indianer ziehen das Gift, womit sie ihre Pfeile bestreichen, von einem kleinen, an sich unschädlichen Frosch. Die Frösche wer­den, in Wäldern gefang"n, in hohlen Bäumen auf­bewahrt, und, wenn man ihr Gift herausziehen will, mitHntzigen Pflöcken durchbohrt. In dieser Qual schwitzen sie einen weißen Schaum aus, der besonders ihren Rücken bedeckt, und das stärkste Gift enthält, welches ein Jahr lang wirksam ist. Unter diesem Schaume liegt ein gelbes Oel, das ebenfalls giftig ist, und 4 bis 6 Monate diese Eigenschaft behält. Ein einziger Frosch liefert hinreichendes Gift für 50 Pfeile.

Die Zeitung des Vorgebirgs der guten Hoffnung vom 14. Oct. enthält Folgendes:Wir haben endlich das Vergnügen, die glückliche Ankunft des am 16tcn August vou Falmouth abgegangenen Dampfschiffes, Entreprise, Kapitän Jonson, an- kündigen zu können. Sie fand gestern Morgen statt. Bei Tagesanbruch verkündeten die Sig, nale die Ankunft des Schiffes in der Tafel-Bay; eine große Menge Einwohner begab sich auf die

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Drt?, vor: wo aus man die Aussicht auf die Ta­fel Bay hat. Der Wind war günstig und das Schiff fuhr majestätisch zu seinem Ankerplätze hin, während das Schloß es mit einer Salve begrüßte, die es, ferne Flagge anfhiffend und wieder nieder- lasscnd, unter dem Jubel feiner Mannschaft, be- antwortete. Wir können zu diesem neuen Siege der Künste und Wissenschaften über die Elemente dem Publicum nur Glück wünschen; denn ging auch die Reise nicht so schnell von statten, als man gehofft hatte, so haben wir doch Grund genug zu glau­ben, daß man in Zukunft allen Mängeln, die'man entdecken konnte, abhelfen wird, und wir können

uns der bestimmten Hoffnung hingeben, daß diese Kommunikationsweise noch besser, als man y-r- vcrnünftigerweift erwarten kann, gelingen werde. Hier folgen einige Details über die Reise: Der größte Raum, den man in 24 Stunden durchschifft Vat, war 100 Miles oder ungefähr 60 Lienes; man bediente sich damals keines Dampfes, sondern der Segel. Mit Dampf machte man nur 160 Miles oder ungefähr 56Lieues; man war 57 Tage auf der Reisch har aber nur 35 Tage die Maschinen, die übttgen Tage die Segel gebraucht; auf St. Tho­mas lag man 3 Tage vor Anker. Die Passa­giere sprechen auf das Schmeichelhafteste über die Geschicklichkeit des Kapitäns, der Marschinisten und der ganzen Mannschaft. Die Hitze des Dampf­kessels und das Geräusch der Räder ist Niemand beschwerlich gefallen. Man wurde herrlich bedient und bewirthet; es mangelte an Nichts."

Paris, den 23. Dec.

Unsere Renten haben sich wieder allmählig ge­hoben. Die 5proz. standen heute Nachmittag auf 05. 15. und dleZproz.. die noch vor einigen Tagen auf 60 und einige Centimes herunter gegangen waren, haben sich auf 6370. am Schluffe der Börse gehoben.

Uebermorgen legt der Hof wegen des Todes des Kaisers von Rußland die Trauer auf drei Wochen an. Der schmerzhafte Eindruck, den dieser Trauersall auf das Volk und die Armee gemacht hat, ist ein redender Beweis, wie sehr dieser Monarch geliebt und geehrt war. p

Die englischen Journale zeichnen sich ber rhren Nachrichten von dem Tode Alexanders mrt emer besondern Bescheidenheit aus, was eben sonst rhre Art nicht ist. Sie melden sein Hinscherden und sprechen von den Haupthandlungen seiner merk­würdigen Regierungsjahre.

Es ist allerdings an dem, daß es am 10. und 1 1 au Madrid wegen des Brodpreises zu Uuru- »« g"mmen ist/di- zuletzt mit M-lichk°,»n endigten. Am 12. währte dre Gährung noch fort, die Bäcker aber hielten standhaft aus. Manwelß sich nicht zu erklären, woher die Theuerung des