Brodeö hergekommen scytt soll, da die Frucht so

^1^3?« «crmuöcj befindet sich auf seiner Reise nach Druden zu Bayonne; er lst am 11. von Madrid abaegangen.- Der Wrttwe des Baron Eroles hat'der König von Spanien eine Penjlvn von 8009 Realen ausgefetzt.

Der Etvile versichert, der Kaiser Constanttn l, s<y bis zum 12. December noch nicht von War- sch.» abgereift, gewesen. Dasselbe Blatt lagt: Der Kaiser Alexander wollte bis zum 26. :>cov. von keiner ärztlichen Hülfe hören. An diesem Tage nahm er das Abendmahl und von dem Au­genblicke an befolgte er auch die Vorschriften der Aerzte. Vergebens würde man versuchen, den Eindruck zu schildern, den des Kcns.rs Tod zu Petersburg hervorgebracht hat. Es war eine grausame Mischung von Schmerz und Hoffnung, die mit nichts zu vergleichen ift. Moskau war in der größten Bestürzung. Der Kaiserin Mut. ter Schmerz »st über alle Beschreibung. Sie verlor einen Sohn, der allen Russen Vater war. Der Kai­ser Konstantin blieb 36 Stunden in seine Gemä­cher eingeschlossen und ließ niemanden, außer seine Gemahlin, vor sich.

München, den 19. Dec.

Die hiesige Zeitung gibt heute folgende Verordnung:

Wir Lothar Anselm, Erzbischof von München und Freysing, aus dem frciherrl. Geschlechte von Gebmttel rc. entbieten allen Dekanen, Prodeka­nen nnd Pfarrern, Vikaren, Curaten, Coopera, torea und alle« übrigen Seelensorgspriestern des Erzbistdums München nnd Freysing Unfern Gruß und Segen zuvor! Nachdem die katho­lische Kirche, in Folge allgemeiner, seit vielen Jahr­hunderten bestandener und in ihrer Liturgie aus­drücklich beschlossener Anordnung, die Mitternacht, liche Stunde der Geburt unsers Herrn und Hei­landes Jesu Ehr'sti zu feiern und die Gläubigen hiezu ein zulad eu befohlen hat; so haben Wirin Uebereinstimmung m t den diesfalls Uns mitge- theilten christlichen Gesinnungen Sr. M. uns'rs allergnädigsten Königs, Uus"bewogen gefunden, zu verordnen und verordnen hiemit,daß von den gm hohen Geburtsfeste unfers Herrn und ftet landes gewöhvlichcri 3 heiligen Gottesdiensten der erste, nach alt kirchlichem Gebrauche, wieder um Mitternacht gehalten und am 24 . dieses Nachks Zwölf Uhr zum ersten Male Statt haben soll. Indem Wir diese Unsere oberhirtliche Anord. uung sämmtlichen Dekanats' und Pfarrvorständcn so wie ihrer untergeordneten Curatgeistlichkeitt zur genauesten Darnachachtung hiermit communi- «reu, erwarten Wir zugleich, daß die Seelsorger nnsers Erzsprengels diese Veranlassung benutzen werden, um die ihnen anvertrauten Gläubigen so ernstüch als väterlich im Herrn zu ermahnen, daß dze Geburt dessen, der die Erwartung der Völker

war und der als alleiniger Versöhner und Mittler

zwischen Gott nnd den Menschen gekommen ist, um unsere Hoffnung im Leben und unser Heil in der Ewillett zu ftyn, auf eine heilige, des wahren Christen würdige und dem Geiste der katholischen -Kirche entsprechende Weise gefeiert werde. Wir versehen Uns des genauesten Voll­zugs. Gegeben München den 12. Nov. 1825.

Seligenstadt a. M. den 19- Dec.

Die öffentliche Sicherheit, welcher sich die hiesige Umgegend sett unfürdenklicher Zeit erfreut, ist heute plötzlich unterbrochen worden. Der Post­karn , welcher von hier wöchentlich zweimal, Montags und Freitags, nach Darmstadt ab- g;ht, die Corrcspondenz der öffentlichen Behör­den mit den dortigen Provinzialiollegien, den Briefwechsel der Privatpersonen und die Geld­sendungen des hiesigen Rentamts an die Haupt- Staatökasse der Residenz trägt, ist diesen Morgen zwischen 6 und 7 zwischen hier und Babenhausen und Dieburg, dem Anfälle einer Räuberrotte aus, gesetzt gewesen.

Um das Pferd aufzuhalten und zum Stillstand zu bringen, war ein Seil quer über den Weg ge, spannt, und an Bäume angebunden. Das Pferd rannte , jedoch in seinem raschen Gange so stark an das Seil, daß dieses dadurch nachgab und nie­derste!. In diesem Augenblick siel ecn Schuß auf den begleitenden Gendarmen zu Pferde, dessen Ku­gel den Kragen am Mantel desselben durchlöcherte, aber keine sonstige körperliche Verletzung verur­sachte. Der Gensd'arme gab hierauf Feuer, wo­durch, und weil sie keinen Fehlschuß von ihrer Seile befürchteten, die Räuber ihren Plan, den Postkarren, welcher mit ungefähr 4000 fl. an baa, rem Geldr befrachtet war, berauben zu können, vereitelt sahen, und daher die Flucht ergriffen. Die zweckmäßigsten Vorkehrungen zn ihrer Ver. fylgung und Habhaftwerdung wurden auf der Stelle ungeordnet und in Vollzug gesetzt.

Hanau, den 28. Dec. @

Gestern starb hsir, im 71. Jahre seines Atters, > Dr. Gottfried Gaertner, Director der ' Wetterauer naturforschenden Gesellschaft. Dieser ; biedere, fleißige und geachtete Gelehrte machte sich - um unsere Gegend dadurch sehr verdient, daß er darin feit einer Reihe von Jahren durch Wart und That einen regen Sinn für die Naturgeschichte unterhielt. Er hatte der reichhaltigen Wissenschaft sein ganzes Leben gewidmet, und selbst, als in der letzteren Zeit nach > KrantMtsanfällen seine kör- perlichen Kräften abgernmmen, war er noch für die Naturkunde thätig. 7' .- von ihm Vorhände, nen wissenschaftlichen Arbeit bekannt und

geschützt. Beträchtlich ist ti Zahl der Schüler, die ihm einen Unterricht in der Botanik und itt der allgemeinen Naturgeschichte verdanken, welche Fächer er mir seltener Gründlichkeit und eigen-

t hümlicher Ordnung sliebe vortrug.__

Deranttv. Redakr. Handel. Gedr. bei Kittsteiner.