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inladung

zur Theilnahme an den Derathungen UN- zur gefälligen Mitwirkung

bei dem

Comite zur Begehung einer würdigen Feier des vierten Säcular- Festcs der Erfindung der Buchdruckerkunfi.

Ä/?ir dem nächstkommenden Jahre 18OO wird sich ein hehrer Festtag erneuern, der alle hundert Jahre nur

einmal wiederkehrend, mit jeder Wiederkehr um so größere Bedeutung gewinnt, je mehr die zunehmende Civilisation, die Ausbreitung nützlicher Kenntnisse und der erhabene Gedankenflug großer Geister die Ergebnisse des abgelaufenen Jahrhunderts gewesen sind.

Der Ä4. Juni 1840 ist der Tag, an welchem, gleichwie in den drei vergangenen Jahrhunderten, zum vierten Male das Fest der

Erfindung der Buchdruckerkunst,

der erhabensten, großartigsten und folgereichsten aller menschlichen Erfindungen gefeiert werden soll, und es bedarf gewiß nur der Erwähnung desselben, um auch bei uns, die wir derselben einstens so nahe standen, dieselbe Begeisterung dafür zu wecken, die sich bereits überall in Deutschland kund giebt, wo man von dem rechten Standpunkte das Feld des Wissens zu überschauen weiß, was uns die Buchdruckerkunst seiner Zeit eröffnete und auf dem der Menschheit die seegenreichsten Früchte emporblühten.

Mögen sich Hartem, Straßburg und Mainz um die Ehre streiten, aus wessen Schoos die Erfindung der Buchdruckerkunst hervorgegangen sei; mag es immerhin problematisch sein, in welchem Jahre gerade die ersten Erzeug­nisse derselben entstanden und an's Licht traten, gewiß ist es, daß im Jahre R440 die neue Sonne bereits sich über dem Horizont erhoben und mit ihren ersten Strahlen die weite Bahn der Civilisation begrüßt hatte. Darum ist es recht, daß man bei jedem ablaufenden Jahrhundert den £4. Juni des Vierziger Jahres als den Tag festhält, an welchem die erhabene Feierlichkell zum ersten Male begangen wurde, und ihn als einen solchen sanctionirt, welcher der Erinnerung an ein Begebniß oder vielmehr an eine uns überkommene Himmelsgabe geweiht ist, die sich heilbringend über die ganze Erde verbreitet und Millionen Geister mit einander verbunden hat.

Mag man sich auch gestehen, daß in ihrem Gefolge sich mancher unheilvolle Genius befindet, der, wie es die Vorsehung bei allen Gütern der Erde gewollt hat, auch hier zur Prüfung der menschlichen Vernunft dient und uns nur im Kampf das Rechte und das Gute erringen läßt: immer bleibt die Erfindung, der ein besonderer Festtag geweiht ist, die Geistigste die uns jemals erschienen und darum soll jener Tag nicht blos als ein froher, sondern als ein hehrer, ja als ein Festtag gefeiert werden, an dem Dank, Rede und Darstellung sich vereinen sollen, um die Gefühle würdig auszudrücken, die in der Brust eines Jeden aufsteigen müssen, der sich zu dem großen geistigen Verbände zählt, den die Presse über die ganze Erde verbreitet hat.