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des

Freiherr« I. von Lassberg.

O

Das

Nibelungenlied

in neuhochdeutsche Sprache übertragen

von

Gotthard Oswald Marbach.

Mit Holzschnitten nach Originalzeichnungen

von

G-uar- Ben-emann und Julius Hübner.

Im Januar 1839, also bereits vor einem Jahre, erschien die erste Ankündigung eines Werkes, durch welches die Unterzeichneten Verleger der vierten Säcularfeier der Buchdruckerkunst ein Denkmal zu setzen beabsichtigen, welches noch der Nachwelt zeigen soll, was deutsche Typographie und Xylographie im Jahre 1840 zu leisten vermochten, welches zugleich die scharfsinnigste Erfindung deutschen Geistes und die erhabenste deutsche Dichtung verherrlichen soll.

Unsere Idee hat allgemein Anklang gefunden und wir zählen schon heute gegen 3000 Subscribenten.

Nach einem so großartigen Resultate glauben wir einer Pflicht der Dankbarkeit gegen das Publikum zu genügen, wenn wir, vielfach geäußerten Wünschen nachkommend, außer der Uebersetzung auch noch den

Originaltext des Nibelungenliedes

bringen, und zwar in einem sorgfältigen Abdrucke der anerkannt ältesten und reichsten Handschrift. Der Besitzer derselben, Herr Freiherr von Laßberg, hat uns mit der ihm eigenen großherzigen Liberalität seine Genehmigung zu diesem Abdrucke seiner Handschrift gegeben. Wenn auch der gründlichste Kenner des Nibelungenliedes, Karl Lachmann, eine andere Handschrift alsdie am wenigsten überarbeitete" anerkennt, so nennt doch derselbe die Handschrift des Freiherrn von Laßbergdie einzige zugleich alte und sorgfältige Handschrift." Sie, und allein sie, war daher zu wählen, wo es sich nicht um kritische Herstellung, sondern um Verherrlichung des geschicht­lich nachweisbar ältesten Tertes handelt.

Beide Ausgaben stellen zusammen die älteste und die neueste Bearbeitung eines verlorengegangenen Ur­textes dar.