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listische Studien zu vervollständigen und gleichzeitig seinen naturwissenschaftlichen Beschäftigungen eine strengere Richtung zu geben.
Während dieser Zeit knüpfte er mit den Professoren Rau, Bronn, Leonhard, Gmelin und Schweins genauere Bekanntschaft an.
Nach zweijährigem Aufenthalt in Heidelberg bezog Meyer die eben von Landshut verlegte Universität München, wo er sich hauptsächlich von Fuchs angezogen fühlte und mit Franz von Kobell die mineralogische Sammlung des Staates ordnen half. Seine Neigung für bildende Künste brachte ihn in vielfache Berührung mit Malern, Bildhauern und Architekten, in deren Umgang er genussvolle Stunden verlebte.
Auch unsere nachbarlichen Alpen machten einen tiefen Eindruck auf das empfängliche Gemüth des für Natur begeisterten Jünglings.
So kam es denn, dass Meyer trotz mancher Enttäuschung in Bezug der damaligen UniversitätsVerhältnisse, trotz mancher Verletzung seiner streng protestantischen Anschauungen für München die freundlichste Erinnerung bewahrte und sich auch später immer wieder dahin gezogen fühlte.
Nach seiner Rückkehr ins väterliche Haus wurde er Mitglied der Senken- berg’schen Gesellschaft, ordnete deren mineralogische und paläontologische Sammlungen und begann mit grossem Eifer osteologische Studien an lebendem und fossilem Material.
Der 25jährige Mann entfaltete bereits eine ziemlich ausgedehnte literarische Thätigkeit in verschiedenen Zeitschriften. Seine Aufsätze aus dieser Zeit zeichnen sich durch eine sorgfältige Behandlung der Form und gewählte Sprache aus.
Im Sommer 1827 begab sich Meyer, ausgerüstet mit den besten Empfehlungen, nach Berlin, wo er nebst seinen naturwissenschaftlichen Studien die angenehmsten geselligen Verhältnisse pflegte. Mit Bettina von Arnim verkehrte er täglich und lernte unter ihrer Führung die hervorragendsten Künstler und Schriftsteller kennen. Mit Hegel, der damals auf dem Zenith